Vietnam, Land des Lächelns || Unserer Reiseroute für 2 Wochen im Überblick

Hallo Vietnam! Das Jahr 2018 gab uns sehr viel Zeit zum Reisen, die wir intensiv genutzt haben. Fast alle Urlaubstage verbrachten wir in einem anderen Land. Mit Weihnachten und dem Jahreswechsel ergab sich für uns die Chance, die Feiertage mit dem verbliebenen Resturlaub zusammen zu werfen, um noch einmal auf Reisen zu gehen. Dieses mal hat es uns an einen Ort und einen Teil der Welt verschlagen, an dem wir noch nie waren. Das große Abenteuer Asien sollte mit Vietnam beginnen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Gestern war noch Weihnachten, Besinnlichkeit, Glühwein und Netflix und heute gibt es unfassbar leckers Bánh mì auf die Hand, unzählige Motoroller, die das überqueren der Straße zum Abenteuer machen und eine komplett neue Kultur die nur darauf wartet, von uns entdeckt zu werden. Wenige Stunden nach unserer Ankunft waren wir schon mitten drin in den quirligen Straßen der Altstadt von Hanoi mit ihren zahllosen Menschen, Geschäften, Motorrollern und Gerüchen. Hals über Kopf haben wir uns ins Abenteuer geworfen, sind voller Neugierde durch die Stadt gegangen und saugten gierig die neuen Eindrücke auf. Vietnam hat unser Herz im Sturm erobert und kein Land und keine Reise hat uns bisher so sehr gefesselt. Die Menschen, die Landschaft, das Essen und die Städte erschienen uns als eine gute Mischung. Bisher ist Vietnam touristisch noch nicht so überlaufen wie andere Ländern, bietet aber dennoch die passende Infrastruktur mit Flughäfen, Taxis, Hotels und Homestays bei einem ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Essen in Vietnam ist unglaublich! Noch nie habe ich so gute Früchte gegessen. Der passende Abschluss für ein gelungenes Reisejahr und ein großes Abenteuer versetzten uns direkt in Reisefieber und es steht fest, dass wir wieder kommen werden!

Planung und Route

Nachdem unsere Entscheidung auf Vietnam gefallen war lief die Planung sehr schnell auf Hochtouren! Freunde wurden befragt, Flüge gesucht, Blogs gelesen und Tripadvisor durchforstet. Besonders informativ fand ich Julia’s Vietnam Beiträge auf Globusliebe oder auch die gesammelten Vietnam Beiträge von love and compass. Wir haben uns dafür entschieden, die Hotels im Voraus zu buchen, um uns vor Ort auf die Ausflüge konzentrieren zu können. Unsere Reiseroute sollte von Hanoi im Norden über Hoi An bis nach Saigon im Süden verlaufen und um Tagesausflüge ergänzt werden. Wir konnten Direktflüge von Frankfurt nach Hanoi und von Saigon nach Frankfurt buchen, was uns zwar etwas mehr gekostet hat aber ein großes Zeitersparnis darstellte. Uns standen zwei Wochen zur Verfügung, die wir bestmöglich ausnutzen wollten. Innerhalb von Vietnam nutzen wir die günstigen Inlandsflüge, die uns innerhalb weniger Stunden von einer Station zur nächsten brachten. Zu unseren einzelnen Stationen möchte ich gerne eigene Beiträge schreiben, um so den zahlreichen Bildern einen passenden Rahmen zu bieten. Heute werde ich unsere Reiseroute vorstellen und grob ein paar Highlights zu den jeweiligen Städten.

Hanoi

Die Hauptstadt von Vietnam liegt im Norden und bietet mit ihrem Old Quater einen lebendigen Stadtteil, um in das quirlige Leben der Vietnamesen einzutauchen. Ihr solltet euch zwei bis drei Tage Zeit nehmen, um Hanoi kenne zulernen. Frauen mit Reishüten bieten an jeder Ecke Lebensmittel, Früchte, Körbe oder Blumen zum Kauf an. Die berüchtigte Durian haben wir sofort und häufig gesehen. Berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Train Street, das Stadttor oder der Hoan Kiem Lake sind leicht zu Fuß oder bequem mit einem Grab zu erreichen. Auf den Straßen rollen endlos viele Motorroller an euch vorbei. Sie sind mit allem erdenklichen und scheinbar unmöglichen beladen. Von der fünfköpfigen Familie über Kühlschränke bis hin zu Matratzen und Stromgeneratoren. Scheinbar gibt es nichts, was nicht mit einer großen Portion Improvisation machbar wäre. Zum Frühstück könnt ihr euch die traditionelle Phở schmecken lassen, die es einfach überall gibt. Wir hatten super lecker und modern interpretiertes Bánh mì im AN Cafe. Im The Old Hanoi haben wir uns Huhn mit Limonengrass, Schwein mit Suppe und Meeresfrüchten zu Gemüse und Reis schmecken lassen. Leider hat uns die Zeit nicht mehr für eine Street Food Tour gereicht. Wenn ihr es vegetarisches Essen mögt, dann solltet ihr unbedingt im Sadu essen gehen. Angeboten werden nur vegetarische Gerichte. Wir haben für knapp 7 Euro das Buffet in Anspruch genommen. Aus einer Karte sucht ihr euch die Gerichte aus, auf die ihr Lust habt und diese werden dann an euren Tisch gebracht. Das Ambiente im Restaurant ist gehoben und die Gerichte waren ausnahmslos ein Lecker und wunderbar anzusehen. Dem The Note Coffee solltet ihr ebenfalls einen Besuch abstatten und euch von dieser kleinen Zauberwelt aus Notizzetteln beeindrucken lassen.

Halong Bucht

Bekannt ist die Halong-Bucht für smaragdgrünes Wasser und tausende von hoch aufragenden Kalksteininseln, die von Regenwald bedeckten sind. Zwei Tage verbrachten wir auf einem der Schiffe in der Halong-Bucht. Wir durften Kajak fahren, eine Höhle besuchen, den Panorama Blick bewundern und leckere Vietnamesische Küche genießen. Von Hanoi aus haben wir einen klassischen Tripp mit Transport, Übernachtung und Unterhaltung vor Ort gebucht. Alles hat wie am Schnürchen geklappt und war bestens durchorganisiert. Wir teilten unseren Tisch mit einem sympatischen Pärchen aus San Diego, mit denen wir auch anschließend noch Zeit verbracht haben. Die Tour in der Halong Bucht war schön. Leider hatte die Sonne keine Lust und so mussten wir schweren Herzens auf spektakuläre Sonnenauf- und untergänge verzichten. Bei einem nächsten Besuch würden wir jedoch nach einer individuellen Tour schauen.

Hội An

Das kleine Juwel Hội An, mit seinen farbenfrohen Gebäude, detailreichen Verzierungen, Tempeln, schmalen Gassen, Brücken und unzähligen Lampions ist sehr sehenswert. Man merkt jedoch auch, dass Hoi An vom Tourismus lebt. Das Stadtzentrum ist für Autos und Motoroller gesperrt, um ein gemütliches Flanieren zu ermöglichen. Alle Sehenswürdigkeiten wie die Japanische Brücke, das Ancient House, den Markt oder die Fukian Assembly Hall (Phuc Kien) könnt ihr bequem zu Fuß erreichen. Nachts erstrahlen die Straßen und der Thu Bon im Licht Tausender Lampions in allen Formen und Farben und versprühen einen ganz besonderen Charme. Besonders hübsche Exemplare kann man in zahlreichen Läden natürlich auch kaufen. Wenn am Abend die Lampions über den Straßen leuchten, dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. So viele Farben und Kompositionen. Nachts wird es magisch in Hội An. Neben den Sehenswürdigkeiten ist Hội An bekannt als Schneiderstadt und man kann sich für kleines Geld maßgeschneidert Kleidung anfertigen lassen. Beliebt sind auch die endlosen Strände, an denen sich mittlerweile ein Hotel neben das nächste reiht. Es empfiehlt sich jedoch genau darauf zu achten, an welchen Strand man zum baden gehen möchte. Leider sieht man sehr deutlich, welcher Müll in den Meeren schwimmt, wenn man an einen nicht aufgeräumten Strand kommt. Ein echter Anstoß zum Nachdenken und Umdenken! Wir haben in einem fabelhaften Homestay übernachtet! Bei Kim im An Bang Stilt House Villa haben wir uns sehr wohl gefühlt. Wir wurden herzlich empfangen, durften uns über leckeres Frühstück und frische Säfte freuen, uns Abends gemütlich auf dem Balkon Schrimps und Frühlingsrollen schmecken lassen und mit Kim gemeinsam auf einen lokalen Markt fahren.

Saigon

Ho-Chi-Minh-Stadt war früher bekannt als Saigon und beeindruckt mit Wahrzeichen aus der französischen Kolonialzeit, wie das Hauptpostamt aus dem 19. Jahrhundert oder die nebenan liegende Notre-Dame-Basilika, die ausschließlich aus von Frankreich importierten Materialien besteht. Bei bestem Wetter haben wir uns eine ganz touristische Hop on Hop off Tour gegönnt. Trotz tropischem Klima konnten wir so die Sehenswürdigkeiten wie die Notre-Dame-Basilika, das Opernhaus, das Hauptpostamt und das Rathaus von Saigon bewundern und unsere Kräfte etwas schonen. Im Bus stand uns ein offenes Wlan zur Verfügung und erleichterte die Suche nach Sehenswürdigkeiten und Restaurants. Wer faul sein will muss schlau sein. Das Saigon Skydeck im Bitexco Financial Tower ist auch einen Besuch wert! Hier könnt ihr den Blick über Saigon schweifen lassen und den Sonnenuntergang genießen. Als Tagesausflug bieten sich die Cu Chi Tunnels an und viele Ausflüge ins Mekong Delta sind ab Saigon möglich. In Saigon spürt man neben den alten Bauwerken auch, wie der westliche Lebensstil Einzug hält. Im Kontrast zu den alten Bauwerken wachsen moderne Wolkenkratzer in den Himmel. Dafür steht auch The Cafe Apartments. Ein altes Wohnhaus, in dem nach und nach Cafes, Restaurants und Shops eröffnen. Im Dosh könnt ihr euch einen Freakshake gönnen. Auch sonst ist in Saigon viel Kulinarisches geboten. An unserem letzten Abend sind wir ins Secret Cottage gegangen und haben verdammt lecker gegessen.

Mekong Delta

Zwei Tage durften wir mit Danny, einem lokalem Guide, dass Mekong Delta erkunden. Natürlich sind wir viel mit dem Boot fahren, haben einen der schwimmenden Märkte besucht, eine Fahrradtour unternommen, lokale Farmer und Produzenten besucht und mit einer Übernachtung bei seiner Familie einen schönen Einblick in das Leben der Menschen am Mekong erhalten. Wir haben die AUTHENTIC MEKONG 2 DAYS Tour bei Ecotours – Floating River, Food- and Bike Tours gebucht. Das Mekong Delta ist sehr fruchtbar und es gibt überall Farmen und reichlich exotische Früchte zu sehen, die man gefühlt nur pflücken muss. Kokosnuss, Ananas, Mango, Jackfrucht, Mandarinen aber auch Kakao und Durian und noch so vieles mehr. Durch die unzähligen Kanäle und kleinen Nebenflüsse des Mekong zutreiben bringt richtig Ruhe in den Kopf. Unsere Bootsfrau hat mal lässig im Stehen und mit dem Steuer zwischen den Beinen kunstvoll eine Ananas mit der Machete zerteilt und uns dabei sicher durch den Mekong gesteuert. Die schwimmenden Märkte sind ein besonderes Erlebnis im Mekong Delta. Früh muss man auf den Beinen sein und kommt aus dem Staunen kaum heraus. Mit Danny durften wir ganz privat zwischen dem Treiben der Händler leckeres Bánh mì und die vielleicht beste Reisnudelsuppe der Welt essen. Unsere Übernachtung im Homestay war ein besonderes Highlight! Mit seiner Frau und ihren Eltern haben wir einen herrlichen Abend verbracht, authentische Küche probiert und konnten viele Fragen über das Leben am Mekong stellen. Bewacht von sechs Hunden und Tausender Geckos haben wir die Nacht verbracht und uns mit herzlichen Umarmungen von der Familie verabschiedet.

Verkehr

Wusstet ihr, dass Ausländer in Vietnam kein Auto fahren dürfen? Bei dem herrschenden Straßenverkehr eine sehr sinnvolle Entscheidung! Auf den Straßen ist so viel los, da muss man die Augen in alle Richtungen offen halten um nicht unter einen der tausend Motoroller zu gelangen. Wie kommt man hier wohl über die Straße? Ganz einfach! Zuerst die Autos abwarten und dann mit gleichmäßigem Tempo und Augenkontakt zu den Motoroller die Straße langsam überqueren. Dabei nicht stehen bleiben, rennen oder aus der Reihe tanzen. Im Windschatten einer herrlich alten Dame lässt sich das Spektakel im Gänsemarsch echt genießen. Ein wenig wie das Spiel Frogger. Die Lizenzen zum Auto fahren müssen sehr teuer gekauft werden, daher sind nur wenige unterwegs und zu meist sind es Taxis, Ueber oder Grab. Motoroller darf hier jeder fahren und es sind unfassbar viele unterwegs. Beim Straße überqueren fühlt man sich wie ein Stein, der von Motoroller äähhh Wasser umspült wird. Straßenverkehrsordnung? Vielleicht mal davon gehört aber eher so als Empfehlung. Es grenzt schon an ein Wunder, dass wir nur einen Unfall zwischen Motoroller und Mensch gesehen haben. Mit den Motoroller wurden die erstaunlichsten Dinge transportiert, was reichlich verrückt war. Von zwei Erwachsene mit kleinen Kindern über Stromgeneratoren bis hin zu Matratzen fürs Bett habe wir echt alles gesehen. Das Smartphone in der Hand ist dagegen noch Anfängerlevel. Wenn ihr schnell und bequem von A nach B kommen wollt, dann solltet ihr euch die App Grab installieren. Sobald eure Visa Karte hinterlegt ist benötigt ihr nur noch Wlan und könnt euch günstig mitnehmen lassen. Wir sind so auch zum Flughafen gefahren und haben für 40 Minuten Fahrt in einem großen Auto nicht ganz 7 Euro bezahlt.

Vietnam, das Land des Lächelns, der tausend Motoroller, der leckerern Phở Bo und knuspriver Bánh mì. Wir werden wieder kommen!

Folgt mir auf unserer Reise durch Vietnam:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.