Vietnam || Hanoi – Sehenswürdigkeiten und Food Guide

Unsere Vietnam Reise begann in der Hauptstadt Hanoi, die im Norden von Vietnam liegt. Ihr solltet euch zwei bis drei Tage Zeit nehmen, um Hanoi vor allem zu Fuß zu besuchen. Im Old Quater gibt es an jeder Ecke und in jeder Straße so viel zu sehen! Fotografen werden voll auf ihre Kosten kommen. Frauen mit den traditionellen Reishüten bieten an jeder Ecke Lebensmittel, Früchte, Körbe oder Blumen zum Kauf an. Gerne werden den Touristen die schweren Schulter Körbe übergeben, um Fotos zu machen und im Gegenzug etwas zu kaufen. Die berüchtigte Durian gehörte genauso zum Stadtbild, wie die unzähligen Motorroller. Der Duft der Durian ist streng aber wir hätten ihn schlimmer erwartet. Auf den Straßen rollen endlos viele Motorroller an euch vorbei. Sie sind mit allem erdenklichen und scheinbar unmöglichen beladen. Von der fünfköpfigen Familie über Kühlschränke bis hin zu Matratzen und Stromgeneratoren. Scheinbar gibt es nichts, was nicht mit einer großen Portion Improvisation machbar wäre. Wie so oft sind alle Sehenswürdigkeiten wie die Train Street, das alte Stadttor oder der Hoan Kiem Lake ganz leicht zu Fuß oder bequem mit einem Grab zu erreichen. Am besten lasst ihr euch etwas durch die Straßen des Old Quater treiben.

Hanoi Old Quater

Hoan Kiem Lake und der Nyoc son Tempel

Nur wenige Schritte vom Old Quater entfernt liegt der Hoan Kiem Lake mit dem Nyoc son Tempel, der über die kleine aber feine Cau The Huc Brücke zu erreichen ist. Der kleine Jade-Tempel befand sich bei unserem Besuch gerade im Umbau, daher kann ich darüber leider nichts berichten. Der Tempel ist aber sehr klein und von einem Garten umgeben, in dem ein paar sehr schöne Bonsai  Bäume stehen. Hier laden Parkbänke zum Verweilen ein. In den Abendstunden wir die Cau The Huc Brücke wunderschön beleuchtet. Wir haben einen Spaziergang um den gesamten Hoan Kiem Lake gemacht und vor allem die vielen unterschiedlichen Menschen beobachtet.

Train Street

Nach einem Egg Coffee standen wir in einem Hauseingang und bestaunten den Zug nach Saigon, der an unserer Nasenspitze vorbeifuhr. Das Leben der Anwohner an der berühmten Train Street ist auf den Takt der Zugzeiten abgestimmt und sie sorgen liebevoll dafür, dass Besucher einen guten und sicheren Platz finden, um dieses atemberaubende Spektakel zu erleben und zu überleben. Zwischen den Zügen bliebt reichlich Zeit, um diesen ganz besonderen Ort zu erkunden und ausreichend Fotos neben oder auf den Gleisen zu machen. Kleine Cafes bieten Egg Coffee und einen Sitzplatz direkt neben dem Gleisen an. Keine Sorge, die Locals und Kaffeebesitzer werden euch auf den nächsten Zug hinweisen und ihr könnt rechtzeitig eure Kamera bereit halten.

Food

Auf das vietnamesische Essen waren wir sehr gespannt! Zum Frühstück wird typischer Weise eine kräftige Phở mit Rind (Bo) oder Huhn (Ga) gegessen. An jeder Straßenecke könnt ihr ein herrlich frisches Bánh mì probieren. Das ist ein Baguette, das zu meist mit Schweinefleisch belegt wird. In Frankreich findet ihr kein so gutes Baguette! Vietnam ist auch berühmt für seinen guten Kaffee und die sehr spezielle Variante namens „Egg Coffee“. Frisches Obst und Gemüse kommen aus dem Mekong Delta und sind unglaublich intensiv im Geschmack. Saftige Mango, Ananas oder eine gekühlte Kokosnuss gibt es überall für kleines Geld. In Vietnam wird alles gegessen und verwertet. Fleisch wird gerne mit samt der Knochen angeboten. Etwas mühsam zu essen mit Stäbchen. Besonders lecker sind natürlich die diversen Varianten von Frühlings- und Sommerrollen. Gerade die frittierten Frühlingsrollen haben es mir besonders angetan. Wir haben viele ausprobiert und lecker gegessen. Leider hat uns die Zeit nicht mehr für eine Street Food Tour gereicht. Auf der Straße gibt es so viele unterschiedliche Gerichte aber manchmal ist nicht wirklich zu erkennen, um was es sich dabei handelt oder wie es gegessen wird. Bei unserem nächsten Besuch würden wir daher direkt noch eine geführte Street Food Tour machen. Vegetarier und Veganer müssen sich im Vorfeld informieren und am besten auch gleich die vietnamesische Übersetzung für „ich esse vegetarisch/vegan“ mitbringen. In Restaurants werde ihr aber bestimmt fündig!

Wir haben super leckere und modern interpretierte Bánh mì Sandwiches im AN Cafe´gegessen. Avocado & Mushrooms oder Meat Beef Ball & French Fries. Dazu ein lokales Bier oder ein frischer Mango Smoothie, der mit karamellisierten Kokosflocken garniert wurde. Zum Nachtisch gab es super leckeren Kuchen mit Eis und Früchten. Wir sind im Foodhimmel agenkommen!

Im The Old Hanoi haben wir uns Huhn mit Limonengrass, Schwein mit Suppe und Meeresfrüchten zu Gemüse und Reis mit einem lokalen Bier schmecken lassen. Angeblich ist es das Lieblings Restaurant von Barack Obama, der immer Schwein mit Suppe isst. Der Balkon in diesem Restaurant bietet eine gelungene Kombination aus vietnamesischer Küche und einem Platz in der ersten Reihe um das Straßenleben ausgiebig zu beobachten. Am Abend ist er schön beleuchtet und ihr könnt nach dem Essen einen Abstecher auf den Nightmarket machen.

Wenn ihr es vegetarisches Essen mögt, dann solltet ihr unbedingt im Sadu essen gehen. Das Angebot an vegetarischen Gerichten hat uns überwältigt! Wir haben für knapp 7 Euro das Buffet in Anspruch genommen aber keine Angst, es ist nicht vergleichbar mit einem All you can Eat Buffet in Deutschland. Das Restaurant wurde von unserem Hotel empfohlen und wirkte auf uns für dortige Verhältnisse eher gehoben. Das Design war richtig schön und wir wurden an unseren Tisch geführt. Dort erhielten wir wunderschöne Speisekarten mit Hochglanz Bildern der Gerichte. Nach Lust und Laune durften wir uns so viele aussuchen, wie wir wollten. Den Abend verbrachten wir mit Erin und Matt aus San Diego und bestellten alles, worauf wir Appetit hatten. Anschließend wurden die Gerichte zu uns an den Tisch gebracht. Die Qualität des Essens war unglaublich und wir erlebten eine Geschmacksexplosion nach der anderen. Ich würde das Sadu jedem Vegetarier ans Herz legen.

Der Egg Coffee ist ein vietnamesisches Getränk, das traditionell mit Robusta-Kaffee, Zucker, Kondensmilch und Eigelb zubereitet wird. Super ungewöhnlich! Den wohl schönsten Egg Coffee habe ich in der Train Street bei einem winzigen Cafe getrunken, dass es leider weder auf Google noch auf TripAdvisor gibt. Ihr findet Egg Coffee genauso wie Coconut Coffee eigentlich überall. Ehrlich gesagt war ich sehr skeptisch. Rohes Eigelb im Kaffee? Ich habe diese exotische Variante ganz gut vertragen und sie hat auch gut geschmeckt. Dennoch habe ich es bei diesem wunderschönen Egg Coffe belassen um kein Risiko einzugehen.

Der kleine Hunger zwischendurch kann schnell und lecker mit einem Bánh mì gestillt werde. Dieses knusprige Baguette mit den leckeren Soßen und unterschiedlichen Varianten geht einfach immer! Günstig sind diese kleinen Sandwiches ebenfalls. Last night, a Bánh mì saved my life!

Dem The Note Coffee solltet ihr ebenfalls einen Besuch abstatten und euch von dieser kleinen Zauberwelt aus Notizzetteln beeindrucken lassen. Ein wenig fühlt man sich wie Aice in einem verzauberten und geschrumpften Raum. Im Oberen Stockwerk geht es etwas großzügiger zu. Ich habe einen Coconut Coffee getrunken, der richtig lecker war. Es werden aber auch verschiedene Sorten von Tee und Shakes angeboten. Jeder Besucher darf sich mit einem kleinen Post It an den Wänden, der Decke oder auf dem Klo verewigen.

Unser Hotel

Gewohnt haben wir im Hanoi V Maison Boutique Hotel. Es liegt direkt im Old Quater und nur wenige Gehminuten vom Hoan Kiem Lake entfernt und bietet somit die perfekte Ausgangslage, um Hanoi zu erkunden. Morgens sind wir gemütlich mit einem Frühstück gestartet. Frisches Obst, Toast, Säfte, Pho aber auch Spiegeleier und Pancakes werden angeboten. Der Service im Hotel war überragend! Wir wurden nicht nur sehr freundlich begrüßt sondern auch mit hilfreichen Infos versorgt. Vom Transport vom Flughafen über Restaurants bis hin zu unserem Ausflug in die Halong Bay und Taxis wurden wir immer gut beraten und viel für uns organisiert. Zuerst hatten wir das Zimmer 501 mit einem eigenen Balkon. Nachdem wir aus der Halong Bay zurück kamen durften wir das Zimmer 201 beziehen. Beide Zimmer waren sehr großzügig, sehr sauber, mit eigenem Bad und mit einem unglaublich bequemen Bett ausgestattet. Einziger negativer Punkt ist der benachbarte Club. Leider wird hier bis in die frühen Morgenstunden lautstark Musik gespielt. Wer Probleme mit Geräuschen hat, der sollte sich Ohrenstöpsel mitbringen. Sonst können wir das Hotel ausnahmslos empfehlen! Der Kundenservice und die Bemühungen um uns waren großartig!

 

Folgt mir auf unserer Reise durch Vietnam:



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