Vietnam || Hội An – Stadt der tausend Lampions

Das kleine Juwel Hội An mit seinen farbenfrohen Gebäude, detailreichen Verzierungen, Tempeln, schmalen Gassen, Brücken und unzähligen Lampions ist sehr sehenswert. Die bunte Geschichte ist in der Architektur zu erkennen. Die typisch vietnamesischen schmalen Stadthäuser mit ihren kunstvoll gestalteten Fassaden, Chinesische Shophouses und Tempel in Holzbauweise sowie farbenfrohe Gebäude aus der französischen Kolonialzeit bilden einen sehr schönen Mix der verschiedenen Baustile und Epochen. Alle Sehenswürdigkeiten wie die Japanische Brücke können bequem zu Fuß erreicht und die Eintrittsgelder mit einem günstigen Kombiticket bezahlt werden. Neben den Sehenswürdigkeiten ist Hội An auch als Schneiderstadt bekannt und man kann sich eigentlich an jeder Straßenecke für kleines Geld maßgeschneidert Kleidung kaufen. Hội An lebt mittlerweile stark von dem Tourismus. Die Straßen sind sehr sauber und man sieht nur wenige Einheimische, die ihrem täglichen Leben nachgehen. Das Stadtzentrum ist sogar für Autos und Roller gesperrt um ein gemütliches Flanieren zu ermöglichen. Zahlreiche Touristen sind unterwegs und man fühlt sich etwas, wie in einem Themepark. Hội An ist wunderschön aber es wirkt etwas gekünstelt. Am Abend jedoch erstrahlen die Straßen und der Thu Bồn River im Licht Tausender Lampions in allen Formen und Farben. Dann verwandelt sich Hội An in einen magischen Ort!

Chua Phap Bao Pagoda

Mit einem Grab haben wir uns vom Homestay nach Hội An fahren lassen und wurden direkt vor den Toren des wunderschönen buddhistischen Tempels Chua Phap Bao Pagode abgesetzt. Die zahlreichen Details, Symbole und Verzierungen an der Fassade und auf dem Dach sind sehenswert. Vor dem Temple liegt ein kleiner Vorplatz mit Garten, Statuen und Bonsai Bäumen. Er ist eine lebendige Pagode mit Mönchen. Beim Betreten sollte man auf die richtige Kleidung achten und sich bedenken. Längere Hosen oder ein Rock und bedeckte Schultern sind ein Muss.

Fukia Assemly Hall (Phuc Kien)

Die Fukia Assemly Hall (Phuc Kien) ist ein echtes Schmuckstück und sehr beeindruckend. Es ist ein historischen, chinesischen Gemeindehaus in dem auch einige chinesischen Gottheiten zu Hause sind und Räucherkerzen angezündet werden. Der Innenhof ist der chinesischen Garten mit Bonsais seinen zahlreichen Pflanzen eine kleine Oase. Man braucht etwas Glück, dann kann man diesen fast alleine genießen. Im inneren des Gemeindehaus gibt es sehr viel zu sehen. Das Gemeindehaus ist aus Holz und mit unendlich vielen kleinen Details verziert ist. Man geht durch verschiedene Räume und erhält durch viele Bilder einen Eindruck, über das damaligen Gemeindelebens. Beeindruckend sind auch die chinesische Kunstwerke wie Porzellan und Vasen. Eine echte Sehenswürdigkeit!

Japanische Brücke

Die Japanische Brücke Chùa Cầu verbindet über einen Nebenfluss des Thu Bồn River die zwei historische Stadtviertel der Chinesen und der Japaner. Sie ist natürlich eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit und wird gerne als Kulisse für Hochzeitsbildern genommenen. Die Brücke selbst ist aus Holz gebaut. Eigentlich muss man Eintritt bezahlen, wenn über die Brücke gehen möchte. Wir hatten am Abend aber Glück und konnten kostenfrei darüber gehen. Ehrlich gesagt ist die Brücke von außen schon sehr schön aber man muss nicht zwingend darin gewesen sein.

Ancient House

Das Anicient House steht für Besuchern kostenlos offen. Früher lebten dort bis zu 4 Familien gleichzeitig, deren Alltag sich ein einen gemeinsamen Wohnraum und einen Schlafzimmer je Familie abspielte. Heute können Besucher die gut erhaltenen Innenräume mit ihren zahlreichen Details und schönen Dekoelementen bewundern.

Tam Quan chùa Bà Mụ

Vor dieser wunderschönen Fassade mit dem vorgelagerten Teich standen wir eher aus Zufall. Wir haben in Hội An viele alte Häuser und Schmuckstücke entdeckt, die wir sogar kostenlos besichtigen durften. Leider ist es fast nicht möglich, dazu Informationen im Internet zu finden. Bei einem Besuch solltet ihr also die Augen offen halten und euch überraschen lassen!

Lampions

Lampions hängen über den Straßen von Hội An und versprühen einen ganz besonderen Charme. Wenn am Abend die Lampions über den Straßen leuchten, dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. So viele Farben und Kompositionen. Mein Fotografenherz schlug höher und ich nutzte die Regenpfützen des Tages um am Abend ein paar schöne Reflexionen einzufangen. Besonders hübsche Lampion Exemplare kann man in zahlreichen Läden natürlich auch kaufen.

Thu Bồn River

Am Tag läuft man über die Brücken des Thu Bồn River und nimmt dabei eigentlich gar nicht so richtig Notiz von ihm. An der Uferpromenade liegen kleine Boote von Fischern und es werden Bootstouren für Touristen angeboten. Die Lampions an den Booten nimmt man ebenfalls kaum wahr. Am Abend beginnt entlang der Uferpromenade der Trubel des Nachtlebens in den Bars und Restaurants. Der Night Market öffnet und bietet neben Souvenirs auch allerlei Köstlichkeiten an. Die Lichter gehen an und der Zauber der Lampions beginnt. Nachts wird es also magisch in Hội An. Der Thu Bồn River verwandelt sich durch unzählige kleine Boote mit ihren Lampions in allen erdenklichen Farben und Formen jede Nacht in eine ganz eigene Sehenswürdigkeit.

Silvester in Hội An

Wir haben unsere Vietnam Reise so geplant, dass wir Silvester in Hội An verbringen. Die ursprüngliche Idee war an einem der zahlreichen Strände zu sitzen, Bier zu trinken und das neue Jahr zu begrüßen. Dem Wetter war es geschuldet, dass wir umgeplant haben. Auf einer der Brücken über den Thu Bồn River wurde ein großes Feuerwerk zu Silvester veranstaltet. Auf dem Wasser sammelten sich die unzähligen kleiner Boote mit ihren leuchtenden Lampions und bildeten eine atemberaubende Kulisse. An der Ufer Promenade tobt das Leben in den verschiedene Bars und Restaurants. Der letzte Gin des Jahres wurde im The Bird House getrunken. In diese Location habe ich mich ein wenig verliebt! Das wundervolle Design greift das Thema „Vögel“ immer wieder durch Details und Sitzmöbel als Vogelkäfig auf. An diesem Abend für uns die perfekte Location, um mit einem schönen Drink auf einen gelungenen Tag und das neue Jahr anzustoßen. Anschließend genossen wir ein großartiges Feuerwerk mit einem wunderbaren Farbenspiel auf dem Wasser.

Hotpot

Hotpot stand auf unserer Liste der Dinge, die wir unbedingt in Vietnam essen wollen, ganz weit oben! Wir haben uns für eine Variante mit Seafood und Rind entschieden. Es braucht etwas Übung, um die Schrimps mit den Chopsticks aus der Brühe zu fischen aber der Geschmack lohnt sich!


Bahn Mi Phong

Und immer wieder Bahn Mi! Zu dem Bahn Mi Phong Restaurant gehört auch der Streetfood Stand Phin Ban Mi auf dem Central Markt in Hội An, bei dem schon Anthony Bourdain zu Gast war. Wir haben sowohl im Restaurant als auch am Streetfood Stand sehr leckeres Bahn Mi gegessen.

An Bang Stilt House Villa

Das Frühstück in unserem Homestay war einfach, landestypisch und verdammt lecker. Traditionell wird in Hội zum Frühstück Cao Lầu gegessen. Dieses Gericht besteht aus Nudeln, Schweinefleisch und lokalem Grün. Zu finden ist Cao Lầu tatsächlich nur in Hội An in der vietnamesischen Provinz Qu Vietnamng Nam. Einmal habe ich die vegetarische Variante im An Hy Chay am Central Markt gegessen und fand auch das sehr lecker. Ich entschied mich eigentlich immer für Cao Lầu zum Frühstück, da es mit so gut geschmeckt hat und sehr sättigend war. Dazu ein frisch gepresster Saft mit Mango, leckeres Obst und ein herrlich starker Kaffee. Joe hat sich zum Frühstück lieber Eier, Marmelade und Pfannkuchen bestellt. Am Abend konnten wir ebenfalls im Homestay essen. Kim ist eine hervorragende Köchin! Von Shrimps mit Tamerinde bis hin zu frittierten Frühlingsrollen und Tunfisch hat ein Gericht besser geschmeckt als das vorherigen. Jeden Morgen kauft Sie die frischen Zutaten auf dem lokalen Markt ein und zaubert in ihrer winzigen Küche leckere Speisen für ihre Gäste. Einmal durften wir Sie am Morgen auf den Markt begleiten. Sie hat uns dann viele Lebensmittel gezeigt und wir konnten mit ihrer Hilfe einkaufen. Am Abend hat Sie dann aus den Zutaten unser Abendessen gekocht. Wir haben diesen Einblick in ihren Alltag sehr genossen! Das Essen wurde uns immer auf dem Balkon vor unserem Zimmer serviert. Wir waren super glücklich!

Central Market

Mitten in Hội An ist eine Markthalle mit Foodständen und einen wahnsinnig großen Angebot an allerlei Lebensmitteln. Obst, Gemüse und Gewürze in allen Formen und Farben werden neben Fleisch, Nudeln und allerlei Krims Krams angeboten. In der Markthallte kann man sich zwischen den Ständen und durch die Gänge treiben lassen. Zeitweise geht es jedoch sehr eng zu. Natürlich werden auch geführte Touren angeboten. Wir sind einmal am Vormittag und am Abend gekommen. Die Foodstände wurden ebenfalls gut besucht. Mit der Kamera war es besonder schön, die vielen Momente und Menschen einzufangen. Mit Kim von unserem Homestay duften wir auch einmal zum Markt fahren, auf dem wirklich nur Einheimische und keine Touristen einkaufen. Ein kleiner Ausflug in den Alltag, den man sich nicht entgehen lassen sollte!

An Bang Stilt House Villa – Homestay

Übernachtet haben wir im An Bang Stilt House Villa. Dieses Homestay wird von der zauberhaften Kim und ihrerer Familie betrieben. Sie hat uns mit offenen Armen und einem leckeren Ginger Tee empfangen. Nach unserer Ankunft wurden wir von ihr direkt über die Umgebung und die Sehenswürdigkeiten informiert. Das Homestay lag ca. 10 Minuten mit dem Grap von Hội An und dem alten Stadtzentrum entfernt. Im Homestay standen neben kostenlosen Fahrrädern auch Motorroller gegen eine kleine Gebühr zur Verfügung. Wir hatten das sehr großzügige Familien Zimmer im ersten Stock. Auf dem Balkon vor unserem Zimmer haben wir jeden Morgen ein leckeres Frühstück serviert bekommen und konnten auf Wunsch auch ein wechselndes Abendessen bekommen. Wir waren von Kim, ihrer Herzlichkeit und dem Homestay restlos begeistert!

Die Strände von Hội An

Neben der Altstadt von Hội An sind auch die zahlreichen Stände ein Magnet für Touristen. Es entstehen am Strand entlang immer mehr Hotels mit eigenem Golfplatz und protzigen Gebäuden. Die Strände sind paradiesisch und das Wetter lädt zum Baden ein. Bei unserem Besuch hatten wir leider mit leichtem Regenschauer zu kämpfen und konnten nicht wie gehofft im Meer baden. Leider sehr schade, dass wir die Strände Non Nuoc Beach, My Khe Beach oder Nha Trang Beach nicht besuchen konnten. Bei einem Strandspaziergang hat es uns aber auch die Sprache verschlagen. Wenn der Strand nicht an ein Hotel angeschlossen ist, so wird er wohl nicht sauber gemacht und man muss der Tatsache ins Auge blicken, wie viel Müll in unseren Meeren schwimmt. Wir waren sehr betroffen und haben noch mehr erkannt, wie wichtig der richtige Umgang mit unserer Umwelt ist. Fotos und auch Videos haben wir gedreht, vielleicht werde ich euch diese in einem anderen Beitrag vorstellen. Jedenfalls fühlten wir uns Ohnmächtig im Anblick dieser vom Mensch gemachten Umweltverschmutzung und wie dringend wir umdenken müssen.

Was wir auch nicht gesehen haben:

Folgt mir auf unserer Reise durch Vietnam:

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