„Fünf Fragen am Fünften“ im Oktober – gooseberry antwortet

Der Oktober ist da und die Blätter färben sich in den unterschiedlichsten Rot und Braun Tönen. Wir haben den Sommer noch um ein paar Tage auf Teneriffa verlängert. Der Oktober ist ein goldener Monat, der mich zur Ruhe kommen lässt. Die Tage werden kürzer, die Jacken dicker und es ist endlich wieder Zeit für Käsefondue und Raclette. Mein Papa hat bald Geburtstag und wir feiern Halloween. Es sind nur noch wenige Wochen bis zu meinem Geburtstag und die Glühweinzeit. Der Oktober bringt uns immer noch mal ein paar richtig schöne Sonnentage, die wir mit Ausflügen in den Wald genießen. Es ist noch eisig kalt aber die Pullover rücken im Schrank wieder nach vorne und es macht mir Freude, mit Kerzen und Tee einen gemütlichen Abend zu haben. Heute folgt ein neuer Beitrag zur #fünffragenamfünften im Oktober von luzia pimpinella.

1. Was ist der seltsamste Ort, an dem Du je aufgewacht bist?

So richtig im Sinne von Hangover? Ich bin schon in das eine oder andere Weinfass gefallen aber den Weg nach Hause habe ich meist gefunden und bin weder auf einer Parkbank noch im Gebüsch aufgewacht. Solche Stories haben mir die Anderen immer berichtet. Mein Selbsterhaltungstrieb hat mich aber vor solchen Aktionen immer bewahrt. Manchmal wusste ich zwar nicht mehr so ganz genau, wie ich S-Bahnen verlassen, Treppen überwunden und meinen Schlafanzug gefunden habe. Im Großen und Ganzen bin ich aber ganz langweilig immer in meinem Bett oder eben bei den Leuten aufgewacht, bei denen ich auch schlafen sollte. Einmal lag Ina neben mir auf der Luftmatratze und nicht Pabschd. Sie wollte einfach bei mir bleiben da ich nach dem Havanna ganz schön im Eimer war. Vor langer Zeit war ich mit Kristin unterwegs und wir übernachteten bei einem Kumpel von ihr recht spontan. Nachdem wir seinen Kühlschrank geplündert haben schlummerte ich auf dem Sofa. Morgens wurde ich von einem aufgeregten Mann geweckt, der ins Wohnzimmer kam. Die Vorgeschichte war wieder grandios. Er fragte Kristin, ob sie mich überhaupt kennt. Kristin verneinte dies und meinte sie ginge davon aus, dass er mich kenne. Da ging ihm gleich mal die Pumpe und er befürchtete wohl, dass ich ihm seinen Fernseher geklaut haben könnte. Zugegeben das eine oder andere Mal bin ich während meiner Jugend auf einem Klo aufgewacht. Allerdings wusste ich jedesmal genau, wie ich dorthin gekommen bin. Es war also nicht seltsam sondern nur dumm und ich habe daraus gelernt, meine Grenzen bei Alkohol deutlich besser einzuschätzen.

2. Bald ist Halloween… magst du eigentlich Kostümparties?

Und wie ich das mag! Ich laufe zu Halloween immer zur Höchstform auf. Nach Fasching nutze ich diesen Anlass super gerne um ein Kostüm zusammenzustellen und in eine andere Rolle zu schlüpfen. In unserem Freundeskreis wird Halloween immer gerne gefeiert und so durften wir in den letzten Jahren immer wieder Gast sein bei überragenden Parties. Mit viel Aufwand und Liebe zum Detail werden Autowerkstätten, Wohnungen oder ganze Scheunen dekoriert, belechtet und mit einer gruseligen Stimmung perfekt in Szene gesetzt. Ich selbst greife gerne zu Effekt Make up. Vom Tennis Zombie mit einem Tennisball im Kopf über Harley Quinn bis hin zur Zombiebraut. Manchmal dauert es bis zu 3 Stunden, bis ich mit meinem Look zufrieden bin.

3. Was ist das Unheimlichste, was du jemals gemacht hast oder was dir jemals passiert ist?

Unsere Nacht in Naples und die zweite Nacht in Miami waren für mich unglaublich unheimlich! Am Tag sah unser Motel in Naples noch richtig gut aus. Zwar zum Teil eine Baustelle aber hey, es wird investiert und unser Zimmer war neu. Nach dem Abendessen kamen wir zurück. Vor den ganzen Zimmern saßen Männer aller Hautfarben und gemäß aller Klischees mit Bier. Wir gingen zügig ins Zimmer und der Blick in unsere Augen sprach Bände. Bis weit nach Mitternacht saßen die Männer draußen, redeten, tranken Bier und warfen ihre Flaschen immer in den Mülleimer vor unserer Zimmertür. Mein Kopf hat sich alle Varianten von Mord und Totschlag ausgemalt. Wir verstanden das Englisch der Männer auch gar nicht sonst hätten wir vielleicht nicht so einen Film geschoben. Die zweite Nacht in Miami war nur für mich unheimlich. Während Pabschd geschlafen hat lag ich wach und lauschte der Geräuschkulisse. Alarmanlagen wechselten sich mit Autotüren, Polizeisirenen und Motel Türen ab. Unser Motel lag direkt an einer Hauptverkehrsstraße, die ehr befahren war. Rückseitig lag ein Wohngebiet, das direkt aus Breaking Bad stammen konnte. Ob wir direkt neben einer Crackhöhle gewohnt haben? Wer weiß das schon! Ich habe so gut wie kein Auge zugemacht und nicht nur einmal aus dem Fenster geschaut. Unheimlich waren diese Situationen vor allem durch die vielen Vorurteile, Klischees und Filmszenen, die in meinem Hinterkopf die Führung übernommen haben.

4. Findest du , dass die schlechten Tagen oder gar schlechte Zeiten auch zum Leben gehören?

Schlechte Tage gehören zum Leben leider immer dazu. Man kann zwar versuchen, ihnen aus dem Weg zu gehen aber am Ende kann man sich davor einfach nicht verstecken und sie holen einen dann noch viel härter ein. Es gibt natürlich Tage, an denen man besser im Bett geblieben wäre. Alles läuft schief und man selbst ist neben der Spur. Diese Tage kann man hinnehmen oder aktiv versuchen eine positive Richtung einzuschlagen. Aber die richtig schlechten Tage, die hauen dich um, die zerreißen dein Herz und lassen dich am Boden liegen. Wie beschissen ein Tag laufen kann und wie wenig man dagegen auszurichten vermag, das musste ich neu lernen. Was aber ein schlechter Tag ist, dass muss jeder für sich selbst herausfinden und damit ganz menschlich umgehen. Was für den einen der Weltuntergang ist, das ist für einen anderen die Chance des Lebens. Ich musste lernen mit einer ganz neuen Art von schlechten Tagen zu leben. Ich schlage mich ziemlich gut, höre auf meine Gefühle und lasse die schlechten Tage zu. Suhle mich etwas darin, verfluche alles, weine, schreie und schlafe erschöpft ein. Das wunderbare? Es kommt ein neuer Tag und dieser Tag etwas ganz besonderes werden. Also geben uns die schlechten Tage auch etwas zurück. Sie bringen ein Gegenstück zum gewöhnlichen Alltag und den besonderen Momenten. Immer nur rosarot und happy life würde uns als Mensch nicht stärker machen. Wir wachsen an den schlechten Dingen, erlangen Stärke und Dankbarkeit. Ja, schlechte Tage gehören dazu! Sie gehen vorbei und es kommen wieder Tage, die niemals enden sollen.

5. Machst du gern Komplimente?

Ich mache sehr gerne Komplimente! Wenn jemand etwas besonders gut und mit Hingabe gemacht hat, derjenige besonders glücklich aussieht oder in meinen Augen auch einfach wieder hören soll, dass er ein wertvoller Mensch ist, dann sage ich es gerne ganz offen heraus. Es gibt Menschen vor denen ich einen großen Respekt habe oder deren Lebensmut mich ansteckt. Es macht mir selbst eine große Freude, wenn Sie diese positiven Dinge von mir gesagt bekommen und dabei über das ganze Gesicht strahlen. Vieles was wir machen und wie wir uns geben ist so normal im täglichen Umgang, da ist es doch ein wunderschöner Moment, wenn wir etwas schönes hören. Du siehst heute schön aus, ich mag deinen Mut, deine Energie ist mitreißend. Ich habe großen Respekt. Ich freue mich total mit euch! Du hast es geschafft! Ganz einfache Sätze aber freuen wir uns nicht alle darüber, von Familien und Freunden ein Kompliment zu erhalten, das von Herzen kommt? Ich denke an eine ganz besondere Person, über die ich den Zauber gelernt habe. Frei von der Leber weck hat Sie mir Komplimente gemacht und damit mein Herz jedes mal gewonnen. Sie meinte es immer ehrlich und hat mich inspiriert selbst großzügiger mit Komplimenten umzugehen.

Solltet ihr wieder Lust haben dabei zu sein, dann schreibt doch gerne einen Beitrag und verlinkt diesen unter #fünffragenamfünften im Oktober von luzia pimpinella

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