Wieviel Geld braucht es für Mode?

Da ich in den letzten Monaten nicht oft einen Kopf fürs shoppen hatte, oder zumindest sehr wenig, habe ich auch kaum noch online bestellt. Falls ich mir dann doch was gekauft habe, dann bewusster und im Nachgang muss ich feststellen, das macht mich viel glücklicher! Meist waren wir abends in der Stadt, sind etwas durch die Läden gebummelt und ich habe mich mehr mit dem Gedanken beschäftigt, ob mir ein Stück das Geld wirklich wert ist. Ich habe weniger gekauft aber dafür bedacht und das ist schon mal eine gute Verbesserung wie ich finde. Ob ein Shirt nun 5 oder 7 Euro im Sale kostet und dann doch nicht hundertpro sitzt? Egal, es kostet ja nichts! So sammelt sich halt wirklich schnell ein Haufen an, den man nie trägt, der sein Geld nicht wert war und um den es so schade ist. Seit in Karlsruhe ein Primark eröffnet hat meide ich diesen Lade mittlerweile. Mir ist der Billigkultur um diesen Laden einfach zuviel geworden. Dafür musste ich aber auch erstmal 3 Großeinkäufe hinter mich bringen, die dann alle samt nach recht kurzer Zeit im Müll gelandet sind um zu erkennen, dass ich hier einfach nicht zu Hause bin.

Shorts und Schuhe – H&M || Hemd – Berhska || Top – Asos

Shoppen macht gerade uns Frauen ganz viel Spaß und ich bin gerne unterwegs, egal ob Online oder direkt im Laden und stöbere nach schönen Teilen. Ich habe mich aber auch selbst hinterfragt wie viel ich brauche, um meine Freude an der Mode zu leben und wie die Rolle von Preis und Qualität sich aufwiegen. Dazu gehört für mich zwingend die Trennung von dem Mitmachen der unendlichen Trends. Es macht unglaublich viel Spaß die Entwicklung in der Modewelt mitzuerleben und für sich selbst Inspirationen abzuholen. Aber nicht jeder Trend überzeugt mich am Ende so stark, dass ich ein Teil davon sein möchte und dementsprechend einkaufen gehe. Mir selbst spreche ich es sowieso ab ein Trendsetter zu sein. Ich habe meine Nase nicht ganz vorne dabei im Wind um den Modewettlauf sondern trabe gemütlich hinterher. Für mich persönlich ist das gänzlich ok den Spaß an Mode und Outfits muss nicht zwingend bedeuten immer den aller neusten Schrei auszuführen. Ganz oft bin ich auch gar nicht bereit, jeden Preis zu bezahlen. Trends kommen und gehen und auch wenn zur Zeit gefühlt alles mit Patches bestickt wird, so halte ich mich dennoch zurück, überlege bevor ich kaufe und sage auch einmal Nein zu mir selbst.

Disqualifiziert mich das nicht eigentlich nicht als Fashionblogger? Ich finde nein. Persönlich folge ich am liebsten den Mädels, die ein Händchen für gute Kombination und die richtige Nase für einen zeitlosen Trend besitzen. Damit wird es einfach nicht notwendig in jedem Fashionbeitrag mit komplett neuen Teilen um die Ecke zu kommen und man suggeriert den Lesern nicht pausenlos, dass sie noch immer nicht alle Teile in ihrem Schrank haben für den perfekten Look. Zugegeben, ich verallgemeinere ein Gefühl von mir. Ich begann diesen Blog nämlich auch aus der Motivation heraus, mithalten zu können. Das klingt nun negativer als es in Wirklichkei ist. Ich habe wirklich oft gedacht, dass mein Look nicht so cool ist wie der von anderen und meine Outfits einfach langweilig. Mit Hilfe des Blogs konnte ich mir aber selbst vor Augen führen, dass es nicht stimmt. Ich bin nun wirklich nicht der Fashionshootingstar am Modehimmel aber das ist für mich absolut in Ordnung. Durch meine Lookbook Beiträge habe ich Zufriedenheit erlangt und das wiegt für mich um so vieles mehr. Am Ende geht es doch genau darum, sich selbst wohlzufühlen und Dinge zu tragen, die einem gut tun. Wenn mir ein Trend gefällt und er zu mir passt, dann bin ich auch bereit einen Teil meines Geldes dafür zu investieren. Ich habe aber auch absolut meinen Frieden damit gemacht, nicht alles tragen zu können oder schlicht zu geizig zu sein.

Besonders in den letzten Wochen habe ich mich wieder dabei beobachtet, dass ich ganz zufrieden morgens meinen Kleiderschrank geöffnet habe und schnell die Klamotten des Tages zu Hand hatte. Hose oder Rock? Kleid oder Culottes? Von allem findet sich etwas und alles lässt sich gut kombinieren da ich auf passende Farben und einfache Schnitte achte. Mein Sparschwein musste ich dafür ebenfalls nicht schlachten sondern trage stolz H&M, Vero Moda, Only und Mango. Gerade Mango habe ich für mich selbst komplett neu entdeckt und nun zählt er zu meinen absoluten Lieblingsshops in Karlsruhe. Sowie ich bei H&M die Basics und die ruhigen Schnitte kaufe finde ich bei Mango aktuelle Trends, die nicht nur bezahlbar sondern auch tragbar sind. Bisher hatte ich auch immer Glück mit der Qualität und trage manche Teile nun schon ziemlich lange.

Mode ist vielfältig und spannend aber es soll nicht zur Anspannung werden, bei all den verschiedenen Trends jeden Tag mithalten zu können und jedes Teil sein Eigen zu nennen. Auch in der Mode und besonders im ganz normalen Alltag darf es einmal meiner Ansicht nach ruhiger zugehen. Wir sollen uns wohlfühlen und dafür muss es keine Designer Handtasche sein. Wer es möchte und das passende Kleingeld hat, der darf gerne zuschlagen. Ich halte mein Geld lieber für Urlaube und gutes Essen zusammen und feiere meine 15 Euro Shorts genauso wie mein 15 Euro Hemd von Berhska, beides Schnäppchen im Sale. Entscheidend ist für mich die Frage nach dem Brauchen oder Wollen und was ich dafür bezahlen möchte. Vielleicht haut euch mein Look nicht vom Hocker aber mir gibt er gerade an warmen Tagen ein Gefühl von Entspanntheit. Hemden offen zu tragen signalisiert für mich Lässigkeit und das man seine Kleidung nicht so ernst nimmt. Mode macht Spaß aber sie muss nicht die Welt kosten. Jeder kann sein Wohlfühlzone findet und selbst entscheiden, bei welchem Trend man dabei ist und wo zuschauen absolut genug ist.

Probiert ihr viele Trends aus?

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