USA Tour 2013: San Francisco (Teil 1)

Nach langer Zeit der Vorfreude, Packlisten und Dokumentenerstellung kam endlich unser großer Tag. Nicht die Hochzeit, besser, der Abflug aus dem tristen und regnerischen Deutschland an die sonnige Westküste der USA. An sich war der Flug bis auf das viele leckere Essen eher unspektakulär. Bei der Frage, wessen TV System doch den Geist aufgeben soll habe ich wohl zu laut hier geschrien.Also saß ich nach 40 Minuten Hänsel und Gretel plötzlich ohne alles da. Neben mir zwei durchgehend quatschende Skandinavier, deren Stimmfarbe nun wirklich nicht nach Musik klingt. Dann hat mein Kopf spontan beschlossen jetzt eine Migräne zu entwickeln und mich damit 7 Stunden lang zu quälen. Madame hatte aus Angst vor der Gepäckkontrolle nämlich sämtliche Pillen im Koffer verstaut. BRAVO!

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Ich war also mehr als nur ein wenig glücklich, als wir endlich nach 12 Stunden + gefühlt 3en mit Anstehen und warten, bis alle ihr „kleines“ Handgepäck wiedergefunden haben, das Flugzeug verlassen konnten. Dann bei verschlossenen Räumen und Neonlampen ab zu Immigration, 2 Stunden warten ob oder ob nicht wir reindürfen. Endlich geschafft, wieder mal Fingerabdrücke los geworden und den Koffer sofort einsammeln können, waren ja die letzten auf dem Band höhöööhööhöööö Da ich mir nun für San Francisco so gar keine Vorstellungen gemacht habe konnte es entweder sau schlecht, sau langweilig, irgendwas dazwischen oder einfach überragend werden. Zu unserem unverschämten Glück wurde es letzteres!

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Wir hatten durch die Bank weg gigantisch gutes Wetter. Der Mann sich gleich  mal das Gesicht verbrannt und ich mich über die bunten Farben in der Sonne gefreut. Natürlich haben wir Helden in Strumpfhosen total nicht geschnallt, das wir uns für 20 Dollar oder so ein Cabel Car Ticket hätten kaufen können um damit dann 5 Tage fahren zu können. Also sind wir jeden der 43 Hügel in San Francisco hoch und wieder runter gelaufen. Ging heftig in die Waden, ich war erstaunt über meine Fitness trotz Sportabstinenz und Fettfressen und schon ein wenig sehr stolz auf mich 🙂

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Laufen empfinde ich sowieso immer als die beste Möglichkeit eine fremde Stadt zu erkunden. Man sieht einfach mehr, als wenn man nur von Touristenfalle A zu Touristenfalle B über D-F gefahren wird. Auch ein riesen Tipp von mir, einfach mal Sitzbesichtigen. Sprich von einer Parkbank zur nächsten dappen, bevorzugt mit kühlem Getränk und kleinen Snacks in der Hand, die Menschen beobachten. Man erkennt den Touristen sofort! Großer Rucksack, Sonnenschutzreste im Nacken, Laufschuhen oder Sandalen, Shirt mit Sonnenbrandrändern an den Armen, Sonnenbrille an stillischem Band, Kamera im Anschlag und Bauchtasche für Wertsachen. Ich persönlich mag es sehr, von einer Stadt auch das „Feeling“ mitzunehmen. Sprich wer läuft da alles rum, was treiben die Einwohner an einem ganz normalen Tag. Spannend ist dann auch immer ein Rundgang durch den nächsten Supermarkt 😉

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Gleich zu Beginn haben wir uns dann auf ein Touristenshipperboot begeben und haben die Bridge to Bridge Tour mitgemacht. Deutsche Audioführung inklusive! War zwar etwas teuer (38 Dollar) aber wir sind 2 mal an der Küste entlang geschippert worden, durften erst die Golden Gate,  dann Alcatraz und zum Abschluss noch die Oktland Bay Bridge bestaunen. Bei geilem Wetter eine fantastische Aktion! Zu Fuß haben wir dann wie schon gesagt alles erkundet. Die Zielrichtung war irgendwie immer das Pier 39 als Anfangspunkt oder Endpunkt. Hier konnte man hervorragend Sitzbesichtigen!

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Mit Hummeln im Hintern und Magenschmerzen haben wir dann unsere Mietauto in Empfang genommen. Es war doch zuerst schon sehr beängstigend in den USA jetzt wirklich Auto zu fahren! Besonders in San Francisco sind Fußgänger die Stars auf der Straße und bekommen eigentlich immer Vorfahrt. Einmal mit der Hand winken als Signal reicht aus, das 4 LKWartige Autos stehen bleiben und freundlich lächeln. Mach das mal in Deutschland?? Never Ever!! Nach diesen ersten ereignisreichen und zauberhaften Tagen ging dann die Reise an der Küste entlang auf dem Highway No 1 in Richtung Los Angeles weiter….. to be continued…..

Meine Challenge für euch und auch mich und sämtliche Menschen die mich mögen oder halt mit mir verwandt sind: Ich will aus jeder Stadt, meine persönlichen Top 10 Bilder raussuchen. Dann kommen wir roundabout auf irgendwas um die 50 Fotos, dass kann man Menschen zumuten, die man wiedersehen mag!

6 Kommentare

  1. Es macht so Spaß deine Texte zu lesen 🙂 Auch wenn ich zugeben muss, dass ich ein bisschen neidisch bin, vor allem wenn man noch die tollen Bilder dazu sieht. Die hast du übrigens echt toll ausgewählt, es ist wirklich mega schwer sich auf ne gewisse Anzahl zu beschränken! Freu mich auf weitere Teile und werd mal ein bisschen in der Vergangenheit stöbern, war ja ne Weile nicht mehr anwesend 😀 🙂
    Liebste Grüße 🙂

  2. Endlich ist er da, der erste Reisebericht von der Chrissy, den ich schon erwartet habe 🙂
    Ich stimme zu, du schreibst mit viel Witz deine Story, noch dazu kann man sich das schön bildlich vorstellen. Außer Texas habe ich in den USA noch nichts gesehen. Da freue ich mich schon auf noch mehr Bilder und Berichte von dir.
    Ich will ja nicht jammern, aber das Wetter könnten wir hier auch gut vertragen 🙂
    lg
    Danny

  3. Awww, es ist bestimmt einfach nur atemberaubend das alles mal wirklich zu sehen! Europa ist doch in vielen Dingen sehr gleich, aber Amerika…USA es muss grandios gewesen sein 🙂 Tolle Bilder!

  4. Hurra! Ich musste erstmal deinen USA-Reiseberichtkram nachholen, viel zu wenig Zeit für Freudiges in den letzten Tagen… Also: Thumbs up! Ich bin auch ein großer Fan des Sitzbesichtigens und sehe das genauso wie du. Das wichtigste, was du aus einem Urlaub mitnehmen kannst, ist das Flair einer Stadt. Und das findeste nicht im Reiseführer, das findeste wenn du ausversehen mal falsch abbiegst. Die USA sind auch mein absoluter Traum (quasi the american one) und die schönen Fotos machen mich enorm sehnsüchtig! Toll toll!

  5. Ich habe gerade deine ganzen USA-Berichte gelesen! 🙂
    Hört sich nach einem tolle Abenteuer an. Wir wollen im September fast die gleiche Reise machen:

    LA – Las Vegas – Cayons – Death Valley – Sequoia o. Yosemite – San Francisco – LA
    Und das alles in 14 Tagen 😀 Der flug ist gebucht und so langsam kommt jetzt die Routenplanung dran.

    Hast du noch ein paar Tipps? Ich wusste bis jetzt z.B. noch nicht, dass man in SF ein 5-Tage Cable-Car-Ticket für 20$ kaufen kann. Das sind so die Kleinigkeiten.

    Viele Grüße,

    Tanja

    • Hey Tanja!
      Also für deine Reise habe ich sicher noch ein paar Tipps!
      Ich wühl mal daheim durch mein Reisetagebuch.

      Es sind immer die Kleinigkeiten, die dann am Ende einfach einen wundervollen Urlaub bereiten!
      Was ich dir auf jeden Fall empfehlen kann ist mal von daheim nach Outlets zu suchen.
      Gerade in LA und Las Vegas kannst du da richtig zuschlagen!
      In San Francisco solltet ihr unbedingt mal ins Crep House frühstücken gehen: http://www.thecrepehouse.com

      Ach ja, Alcatraz am Besten 3 Monate vorher und online schon reservieren!
      Vor Ort kann es schwierig werden.
      Wir hatten die Bride to Bride Tour gemacht, das war sehr toll!

      Wenn es geht, dann geht in den Zoo von San Diego!
      Ihr werdet es nicht bereuen und so viel zu sehen bekommen.
      Australien ist jetzt fertig geworden 🙂

      Wenn ich noch mehr hab, komme ich noch mal bei dir vorbei 🙂

      Liebe Grüße
      Chrissy

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