USA Tour 2013: Las Vegas (Teil 6)

So langsam aber sicher nimmt unser Trip und auch eure kleine Reise ein Ende. Ganz heftig musste ich mir ein paar Tränchen verdrücken! Da freut man sich monatelang auf einen Trip, er ist einfach noch wundervoller, als ihr es euch erhofft habt und dann, dann ist er leider auch irgendwann zu Ende! Eigentlich will ich diesen Post hier noch gar nicht schreiben, ähnlich wie die letzte Folge einer finalen Staffel nicht zu schauen, einfach der Selbstbetrug, dass es doch noch nicht vorbei ist. Ich muss aber hart bleiben und euch mein persönliches USA Finale zeigen.

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Nach Küsten und ganz vielen Naturwundern haben wir uns nach Las Vegas aufgemacht. In das Neonwunder von Menschenhand. Wer nicht da war, der kann sich soviel Schwachsinn und Licht gar nicht vorstellen! Und ich war so naiv zu denken, der Time Square in New York wäre schon das Maß aller LED’s! Nein Nein, die Stadt der Sünde setzt auf alles noch einen drauf, die Hitze, die Hotels, die Klimaanlage, die Farben, die Menschen, das Gefühl. Hier kann man wirklich tun und lassen was machen möchte, so scheint es! Aber auch diese Stadt hat Ihre Grenzen. Meine waren nach 2 Blocks zu Fuß erreicht. Es war so heiß, klar, Wüste! Ich bin sofort in den nächsten Forever 21 und habe mir einen Strohhut zugelegt.Dann erst konnten wir unsere Erkundungstour über den Strip ohne Hitzschlag fortsetzten.

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Wir waren im Circus Circus untergebracht, einem Familienhotel/casino, am nördlichen Ende vom Strip. Es gehört zur MGM Group und das MGM liegt genau am anderen Ende, im Süden. Das war dann auch immer unsere Marschrichtung. Am Tag auf dem Strip nach Süden und auf dem Rückweg dann durch die gekühlten Casinos wieder zurück. Nachts konnte man es auf der Straße wirklich sehr gut aushalten! Es war angenehm warm und eine leichte Brise aus den Casinos war auch zu vernehmen. Toll fand ich persönlich, dass immer wieder Fußgängerbrücken über den Strip gebaut waren. Rauf kam man über Rolltreppen, wie faul kann man sein, um dann über eine vergläserte Brücke auf die andere Straßenseite zu wechseln. Sehr empfehlenswert, bei der 4 spurigen Straße und den vielen Betrunkenen. Ja dort dürfen die Amis mal das tun, was für uns gänzlich normal ist! Mit der Bierdose zur Disko latschen.

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Da ich von Bud light und Miller schon seid meinem 2010er Trip die Schnauze voll habe durfte mir mein Freund ein Becks (Dosenbier = Stilecht) ausgeben. 5 Dollar für eine Dose geht dann schon in Ordnung. Leider wurde ich dann auch gleich von dem nächsten homeless gedisst, wieso ich den Becks trinke, wenn ich doch in Amerika wäre. Ich war so perplex, dass der mich wegen Bier disst und nicht nach change fragt, da konnte ich gar nicht antworten?!?!! Mein Freund ist dann eingesprungen und ich bekam nach 10 Minuten endlich den Kiefer wieder hochgeklappt. Für euch habe ich die Fotos schön von Tag zu Nacht sortiert und hoffe Sie machen euch wieder viel Freude.

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Wir hätten gerne auch in einem der Casinos gezockt. Leider ist das aber nicht mehr so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Keine Einarmigen Banditen mehr, kein Becher voller Quater auf dem Schoß und einem Münzregen beim Gewinnen. Nein, jetzt darfst du dir eine Player’s Card ausstellen lassen, über die deine Einsätze und Gewinne verbucht werden. Eine Verlinkung zur Kreditkarte würde ich nicht bestreiten^^ Also haben wir unsere gesammelten Quater dann für Schnickschnack und Briefmarken rausgehauen. Am Ende musste ich dann ganz amerikanisch meine 2 Doughnut’s mit Kreditkarte bezahlen.  Was ich euch auch auf jeden Fall mit gutem Gewissen empfehlen kann ist das Hashhous a go go! Der Tom hat mir unter Todesstrafe verboten, dieses Restaurant auszulassen. Also sind wir gleich am nächsten Tag aufgebrochen, dieses kulinarische Erlebnis zu verdrücken. Ich sag euch, der Tom hatte sooooo Recht! Für 15 Dollar habe ich mich tot gefressen, naja fast, aber es hat sich so angefühlt! Andy’s sage fried chicken with fresh spinach, hardwood smoked bacon, market tomato, griddled mozzarella, chipotle cream and scrambled eggs habe ich mir reingezogen *jummi (musste es von der homepage kopieren, ich kann euch nicht wiedergeben, was alles drauf war.

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Natürlich waren wir auch hier etwas shoppen. Im Norden und Süden liegen jeweils 2 große Outlets. Wir haben das im Norden genommen, da wir dann gleich in der Nähe vom Hashhous waren. Bitte denkt daran, die Outlets machen erst um 10 Uhr auf! Das haben wir verpeilt und so kam ich zu meinem ersten Starbucks Kaffee 🙂 Zugeschlagen habe ich gar nicht mehr so arg, noch ein paar Chucks haben Ihren Weg in meinen Koffer gefunden. Später habe ich direkt auf dem Strip bei Forever 21 noch ein wenig zugeschlagen. An sich, war mein Shoppingdurst jedoch gestillt und wir haben uns abends im Hotel noch einen strawberry daiquiri schmecken lassen. Am 15.05 mussten wir dann schon sehr früh aufbrechen, um unseren Mietwagen am Flughafen abzugeben und uns auf die Heimreise zu machen.

Ein letztes mal „hello, how are u?“

Ein letztes mal bippern beim Koffer wiegen

Ein letztes mal kostenloses WiFi an einem öffentlichen Ort

Ein letztes mal Schuhe ausziehen und durch den Nacktscanner

Ein letztes mal „have a nice day!“

Ein letztes mal abheben um wieder im Regen zu landen

Dann aber die Freude, zu hause zu sein, das viele Grün, die gute Luft, unser Sofa……
Hier endet jetzt meine Urlaubserzählung für euch. Traurig bin ich schon, aber die Ideen für den nächsten Trip schwirren schon durch meinen Kopf. Ich möchte euch auch ein ganz herzliches Danke sagen, das ich mir bis zum Schluss aufgehoben habe. Es war toll, mit euch meine Abenteuer zu teilen und euch einen kleinen Blick in mein Amerika zu geben. Sicherlich erlebt jeder die Städte, Tage, Momente und Fastfoodschlachten anders und nimmt verschiedene Dinge mit.

Ich selbst bin durch diese Tour wieder etwas in meiner Einstellung gewachsen. Viele Eindrücke, Erfahrungen und Gefühle aus diesen 2 Wochen möchte ich mir bewahren. Das Leben etwas lockerer nehmen, bunter, fröhlicher und freier. Danke, dass ihr dabei wart und euch mit euren tollen Kommentaren eingebracht habt!

Falls euch die Tour interessieren würde, wir haben über America Unlimited gebucht. Ein Reiseveranstalter aus Hannover, der uns eine wundervolle Zeit gebucht hat. Jetzt wische ich mir die Tränchen aus dem Augenwinkel und glaube fest daran, nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!

2 Kommentare

  1. Hi,
    ich bedanke mich auch für´s Dabei-Sein-Dürfen bei deinem Amerika-Trip. Und danke für Las Vegas, bei mir ist es nämlich im Oktober soweit. Los Angeles über Las Vegas, nach Kansas City und dann Chicago.
    3 Wochen lang mit 3 meiner besten Kumpels. Freue mich schon drauf. Und deine Berichte machen Lust auf Reise. Die Hitze in Las Vegas hat dich nicht davon abgehalten einige wunderschöne Aufnahmen von der Stadt zu machen, finde ich ganz toll. Die Nachtaufnahmen sind ebenfalls perfekt geworden. Gefällt mir.
    Hashhous a gogo…diesen Tip habe ich mir schon notiert und den nehme ich gerne mit auf meine Reise. Ich wusste doch, dass sich deine Reiseberichte auch für mich lohnen werden 😛
    Liebe Grüße

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