Nirvana Shirt, Strickcardigan und Launenhaftigkeit

Bin ich ein fröhlicher Mensch? Meistens schon und ich bin wirklich Glücklich mit meinem Leben. Dennoch stehe ich nicht jeden Morgen mit einem Lächeln auf. Meine Laune ist manchmal richtig mies und es gibt Tage, da möchte ich einfach niemanden sehen oder sprechen. Es kommt sogar vor, dass ich gar nicht einmal weiß, wieso ich neben der Spur bin. Vielleicht habe ich etwas Schlimmes geträumt und das hängt mir nach. Auch unter Stress fällt es mir nicht immer leicht, bei Laune zu bleiben oder eben diese besser zu verstecken. Es passiert sogar, dass ich aus Wut über meine schlechte Laune weine. Ich rappel mich aber immer wieder auf. Das Lachen habe ich noch nie lange verloren und so folgen auf die getrübten Tage doch immer gleich wieder richtig gute. Dennoch beschäftigt mich oft der Gedanke, wieso es eben diese grauen Tage in meinem Kopf gibt.

„I’d rather be hated for who I am,
than loved for who I am not.“
Kurt Cobain

 

Bin ich morgens einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden, dann bekomme ich meinen Morgenmuffel nur schwer unter Kontrolle. Wer mich mal nach dem Aufstehen erlebt hat weiß sowieso, dass Ansprechen höchste Gefahr bedeuten kann. Aber nach einer Dusche, dem Frühstück und einem Kaffee grinse ich doch meist wieder über beide Backen und stecke voller Energie. Die liebe Lisa musste das bei einem Festival Hautnah erleben und hatte mich morgens gar nicht wieder erkannt, so mufflig wie ich war. Nach wenigen Stunden stand dann aber wieder die fröhliche Chrissy auf der Matte und erfreute sich an Freunden, Sonne, Musik und ein paar Bierchen. Unter der Woche kann es vorkommen, dass ich gänzlich entnervt und entkräftet von der Arbeit nach Hause komme. Da hilft mir Ablenkung am Besten. Egal ob wir einen Stadtbummel machen, Essen gehen oder ich mich beim Sport austobe. Bloß nicht daheim sitzen bleiben. Meine schlechte Laune verfliegt dann auch recht schnell und mein Kopf ist wieder frei.

Shirt, Hose und Strickcardigan – H&M || Schuhe – Nike Air

Nur selten stecke ich in einem Loch, finde alles furchtbar und muss dringend alleine sein. In diesen Momenten verstecke mich auf dem Sofa und schotte mich einfach ab. Handy auf Lautlos und bloß kein Social Media. Sonst steigert sich meine Laune nur noch mehr in die falsche Richtung, immerhin haben dort ja alle immer nur so einen Fancy Lifestyle, tolles Essen, Urlaub und ja wirklich nie schlechte Laune. Das entspricht aber gar nicht der Realität, hilft mir selbst kein Stück weiter und darum, Finger weg! Wenn ich wirklich mal an diesem Punkt angelangt bin, dann liegen viele stressige Wochen hinter mir, ich bin nicht mehr ganz bei mir und brauche dringend Abstand. Am liebsten Koffer packen, ins Auto und einfach mal raus. Wegfahren, in Urlaub fliegen und alles vergessen. Leider hat man nicht unbegrenzt Urlaub und die Reisekasse läuft auch nicht immer über. Mit dem richtigen Gleichgewicht zwischen Freizeit, Arbeit, Freunden und auch dem Blog kann ich aber vermeiden, überhaupt an diesen Punkt zu gelangen. Wenn ich aber nicht aufpasse, dann packt mich die Unlust, dann ist alles Grau und im schlimmsten Fall habe ich einen Migräneanfall. Wenn es soweit gekommen ist, dann habe ich nicht gut genug auf mich aufgepasst. Schon alleine deswegen muss ich immer Ruhe einplanen und auch mal ganz bewusst offline sein.

Mein Fazit lautet immer wieder, du bist halt wie du bist und ab und an, da hasst du dich selbst und die Menschheit sowieso. Aber das ist vollkommen okay! Klar bewunder ich Menschen, die immer nur gute Laune haben. Dann frage ich mich schon wie machen die das eigentlich? Was machen die richtig und ich vielleicht falsch? Oder es sieht nach außen einfach immer nur rosig aus aber auch diese Leute stecken manchmal mit dem Kopf in einer Regenwolke fest? Ich erlaube es mir selbst, ab und an in mein Loch zu fallen, denn dann wollen mein Kopf und mein Körper einfach mal in Ruhe gelassen werden. Nach ein paar Stunden versuche ich mich abzulenken und das klappt meist richtig gut. Ein Sonnenschein steckt auf jeden Fall in mir und der gewinnt am Ende mit einem lauten Lachen immer den Kampf gegen den Muffel. In mir leben Beide und dazu stehe ich.

Warum erzähle ich euch das? Es gibt nicht nur den Fancy Lifestyle und wenn der Tag mal Grau ist, dann ist das auch in Ordnung. Wenn ihr zu den Sonnenscheinen gehört, die jeden Tag mit einem Lachen im Gesicht und einem Pfeifen auf den Lippen die Beine aus dem Bett schwingt, grandios! Wenn ihr aber auch mal neben der Spur fahrt, dann macht euch keinen Stress. Am Ende ist nur wichtig, dass ihr wieder auf euren Beinen landet, den Kopf frei bekommt und Spaß an eurem Leben habt. Dann darf man auch mal muffelig zur Arbeit fahren und einen Dienstag scheiße finden!

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