New York City – Travel Diary #1

Meine Reisebericht von New York City hat mich bald zur Verzweiflung getrieben. Womit soll ich beginnen? Reicht ein Beitrag wirklich aus und wie kann ich euch möglichst gut alle wichtigen Tipps zusammenbringen ohne in einem Meer aus Hunderten von Fotos zu versinken? In sieben Tagen haben wir die Stadt wirklich ausgiebig erkundet und trotz unzähliger Fahrten mit der Subway haben wir unglaubliche 221 km zu Fuß zurückgelegt. Ich habe mich nach langen Überlegungen für ein zweiteiliges Travel Diary entschieden und versuche euch so knapp wie möglich aber dennoch mit guten Informationen in unser New York Abenteuer mitzunehmen. Meinen Fotokurs mit Citifari in SoHo werde ich noch einmal in einen Beitrag packen. Also legen wir mal los, holt euch am Besten noch einen Kaffee, oder eine Kanne, besser ein Fass!

Hinkommen

Wir fanden online einen günstigen Flug bei Singapore Airlines und bezahlten für den direkten Hin- und Rückflug von Frankfurt zum JFK pro Nase nur ca. 470 Euro bezahlt. Das wir mit dem A380 geflogen sind war nochmal ein Highlight. Da unsere Flüge außerhalb der Ferien und unter der Woche stattfanden konnten wir kräftig sparen. Mit Singapore Airlines und waren rundum zufrieden. Toller Service, gutes Essen, viele Getränke und eine große Auswahl an Filmen, wodurch die knapp 6 Stunden Flugzeit ziemlich schnell vorbei gingen. Bei unseren Flugzeiten hatten wir ebenfalls richtig Glück. Am Anreisetag stand uns ab 14 Uhr noch der kompletten Nachmittag zur Verfügung und am Abreisetag konnten wir bis in den späten Nachmittag unterwegs sein.

Unterkommen

Auf der Suche nach der passenden Unterkunft haben wir uns schnell auf Hostels konzentriert. Für mehr als drei Nächte ist ein Hotel in der City einfach sehr teuer und die Alternativen in Brooklyn sind weit vom Zentrum entfern. Wir hatten auch hier großes Glück und haben für sieben Nächte ein Hostel Zimmer mit Stockbett und Etagenbad für nicht ganz 600 Euro in Summe bekommen. Gewohnt haben wir im West Side YMCA, welches super zentral am Columbus Circle und gegenüber vom Central Park liegt. Ein eigener Starbucks im Erdgeschoss und nur wenige Gehminuten zur nächsten Subway sind unschlagbar! Leider hatten wir ein altes Zimmer erhalten und ich war ziemlich glücklich, als ich auf einer anderen Etage ins Badezimmer gehen konnte. Somit war es zwar keine Wohlfühloase aber für uns ausreichend.

Rumkommen

Vom Flughafen aus sind wir mit dem AirTrain vom JFK zur Haltestelle Jamaica Station gefahren und von dort mit der Subway direkt zu unserem Hostel. Eine Stunde muss man für den Transport auf jeden Fall einplanen. In der City selbst haben wir natürlich immer die Subway genutzt. Leider kann man nicht an allen Stationen ein Wochenticket kaufen. Die Verkaufsstellen sowie die aktuellen Preise der MTA New York Subway solltet ihr auf der offiziellen Seite prüfen.

Sightseeing

Die ganze Stadt ist ein Erlebnis und ganz viele Sehenswürdigkeiten kostenlos im vorbei gehen zu entdecken. Wer jedoch auf die Aussichtsplattformen wie das World Trade, das Empire State oder das Rockefeller gehen möchte, der muss Eintritt bezahlen. Auch für Museen, Stadtführungen und ähnliches muss man sehr hohe Preise einplanen. Es lohnt sich für einen mehrtägigen Aufenthalt eine der verschiedenen Touristenkarten. Neben dem The New York Pass haben wir auch den New York City Explorer Pass angeschaut. Für diesen haben wir uns dann auch inklusive fünf Attraktionen entschieden, was uns 110 Euro gekostet hat. Das lohnt sich wirklich schnell!

Orientierung und Wlan

Die New Yorker Straßen sind angelegt wie ein Schachbrett, einzige Ausnahme ist der Broadway. Die Zahlen der Straßen sind aufsteigend von Downton Manhattan bis nach Uptown Harlem. Die Avenues verlaufen von Downtown nach Uptown. Jetzt müsst ihr euch nur noch merken, ob ihr euch auf der East oder West Side befindet. Keine Sorge, es ist kinderleicht! Dank dem LinkNYC Projekt habt ihr in komplett Manhattan kostenfreien Zugang zu Wlan und könnt an den Stationen sogar euer Handy aufladen. Ich habe meist morgens bei Starbucks die Adressen, Subway Nummern und einen Screenshot der Zielumgebung gemacht. Nach wenigen Tagen habt ihr aber das Straßensystem im Griff! Immer wieder landet ihr in der 42nd Street. Hier befindet sich das Port Authority Bus Terminal und der Time Square. Echte Knotenpunkte in der Stadt.

Dienstag, 06.12.2016

Flughafen – Immigration – Air Train – Subway quer durch die Stadt
Hostel beziehen – Umgebung erkunden – Time Square – Pizza

Unser Anreisetag begann natürlich viel zu früh und noch mitten in der Nacht. Wir haben einen Park and Ride Service am Flughafen in Frankfurt in Anspruch genommen. Nachdem wir unser Auto geparkt hatten ging es mit dem Shuttle direkt zum Terminal, Check in, Gepäckaufgabe, Sicherheitskontrolle und dann hieß es warten aufs Boarding. Nach einem angenehmen Flug mit leckerem Essen landeten wir gegen 11 Uhr am JFK. Für die Immigration brauchten wir gerade einmal eine halbe Stunde, das ist Rekordverdächtig! Dann schnappten wir unsere Koffer und suchten den AirTrain um dann mit der Subway zu unserem Hostel zu fahren. Nachdem Check In wollten wir uns die Beine vertreten. Es war gerade 14 Uhr und wir erkundeten die Umgebung. Es zog uns dann zum Time Square, wo wir die ersten Fotos machten und überwältigt waren von den ganzen Reklamen, den Lichtern, den Menschenmassen und dem bunten Treiben. Ich finde es noch immer unfassbar, was hier geboten ist! Gerade in der Dunkelheit fühlt man sich einfach nur geblendet von den ganzen Lichtern. Auf dem Weg zum Hostel wollten wir in einem typischen Food Court zu Abend essen. Hier kann man aus verschiedenen Gerichten wählen und dann gemeinsam Essen. Wir bestellten eine große Pizza und haben nicht beachtet, was „groß“ in den USA bedeutet. Mit einer halben Pizza schlenderten wir durch Hell’s Kitchen zum Hostel. Nach einer sehr kalten Dusche landeten wir erschöpft aber glücklich in unserem Stockbett.

Mittwoch, 07.12.2016

Chelsea Market – Meat Packing District – Highline – World Trade Center – 9/11 Memorial
5th  Avenue – Weihnachtsbaum am Rockefeller Center – Empire State Building

Zum Frühstück fuhren wir in den Chelsea Market und ich wurde bei Amy’s Bread fündig. Dann ging es anschließend auf Erkundungstour durch den Meat Packing District. Unverhofft stolperten wir dann direkt an den Eingang der Highline und konnten diese einsam und alleine in aller Ruhe erkunden. Leider wurde das berühmte „Sailor Kissing a Nurse“ Streetart überstrichen. Ich hatte mich so sehr darauf gefreut. Besonders spannend war der freie Blick in die Wohnungen in Chelsea. Wie lebt wohl der New Yorker? Teuer und bis zu einem gewissen Stockwerk eher minimalistisch. Anschließend setzten wir uns in die Subway und sind zum World Trade Center gefahren um das Oculus zu besuchen. Auch hier waren wir fast alleine am 9/11 Memorial und bewunderten das World Trade Tower, welches zur Hälfte im Nebel stand. Auch ein cooler Anblick. Den Nachmittag verbrachten wir für ein paar Stunden im Hostel. Gegen Abend zog es uns zur 5th Avenue und wir schauten uns den berühmten Weihnachtsbaum am Rockefeller Center an. Hier war vielleicht was los! Gegenüber fand bei Sacks eine wilde Lichterschow mit übertriebener Weihnachtsmusik an der Hausfront statt. Wir trabten weiter in Richtung Downtown bis wir vor dem Empire State Building standen. Spontan entschlossen wir uns bei Nacht den New York City Explorer Pass einzulösen und auf die Aussichtsplattform zu gehen. Beste Entscheidung! New York bei Nacht ist einfach eine Wucht. Zu unserem Glück hatten wir eigentlich keine Schlange vor uns und waren nach Sicherheitschecks und diversen Aufzügen nach knapp 30 Minuten ganz oben mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt. Der Time Square glüht förmlich und die Straßen ziehen sich wie leuchtende Schlangen zwischen den Gebäuden durch die Dunkelheit. Auf dem Rückweg kauften wir uns noch Sandwiches und futterten diese direkt im Deli. Hier kann man die New Yorker wundervoll bei ihren abendlichen Aktivitäten beobachten! Fast keiner bestellt aus der Speisekarte aber mit großer Selbstverständlichkeit seine Sonderwünsche.

Donnerstag, 08.12.2016

Hafenrundfahrt – Statue of Liberty – Ellis Island – 2 Bros. Pizza – Mood Fabrics
Jersey Gardens – Time Square – Macy’s – Pastrami Sandwich Deli – Obstsalat

Wir waren schon so viel gelaufen und wollten direkt wieder  unseren New York City Explorer Pass einsetzten und die große Hafenrundfahrt mitmachen. Das Wetter war dafür in Ordnung und wir schipperten fast drei Stunden zu den Geschichten von John um die Manhattan Island. Von Downtown ging es über die Statue of Liberty nach Brooklyn bis zum Yankee Stadium vorbei an Harlem bis zum Sportgelände der Columbia University zurück an der West Side. Zur Stärkung gab es Pizza und Cola bei 2 Bros. Pizza. Hier kann man für 3 Dollar wirklich gut essen, eine kleine Wohltat für den Geldbeutel und sehr lecker. Nun suchten wir das Mood Fabrics. Ein Stoffladen, den man gesehen haben muss! Von der Straße geht es in einen Aufzug um dann im Stoffhimmel auf drei Etagen anzukommen. Man ist umgeben von allen erdenklichen Stoffen, kreativen Menschen und sicher etlichen Designern. Der Freund kaufte ein und ich erkundete die Gänge. Für den Nachmittag stand Shoppen auch weiter auf dem Programm. Mit dem Bus fuhren wir ins Jersey Gardens. Man darf sich nicht über die Menschen mit Koffern wundern, die kommen zum shoppen! Wer an der Informationen seinen Reisepass vorzeigt, der erhält noch weitere Rabattmarken. Wir waren ziemlich überfordert von der Größe. Ich kaufte mir Schuhe und ein paar Kleinigkeiten. Anschließend futterten wir noch Burger bei Johnny Rockets. Die Rückfahrt war ätzend. Erst mussten wir drei Busse abwarten bis wir endlich einsteigen konnten und dann standen wir über eine Stunde im Stau nach New York. Läuft nicht! Zurück in der Stadt ging es über den Time Square und die Fashion Avenue noch zu Macy’s. Wir kauften uns zum Abendessen ein Pastrami Sandwich im Deli bei unserem Hostel und ließen uns einen überteuerten Obstsalat im Stockbett schmecken.

Freitag, 09.12.2016

Starbucks – Central Park – Dean and Delucia – SoHo – Citifari
Brooklyn – Brooklyn Bridge – Grand Central Terminal

Den heutigen Tag begannen wir gemütlich und saßen wirklich lange bei Beagle und Kaffee im Starbucks. Nach einem kleinen Spaziergang durch den Central Park machten wir uns auf nach SoHo und stöberten dort etwas bei Dean and Delucia. Ich hatte mir bei Citifari die SoHo Tour für meinen Fotokurs ausgesucht, der sich als überragend erweisen sollte! Die Details und Fotos werde ich euch in einen eigenen Beitrag zeigen. Mit Donut und Kaffee stärkten wir uns später erneut bei Starbucks. Wlan, Toiletten und Strom machen diesen eben zu einer guten Anlaufstelle für zwischendurch und man kann so herrlich die Menschen beobachten. Jetzt wollten wir es wissen und fuhren mit der Subway nach Brooklyn und staunten über die günstigen Preise für Wasser und Zigaretten im Supermarkt. Es war genau der perfekte Zeitpunkt und das richtige Wetter für einen Spaziergang über die Brooklyn Bridge. Meiner Meinung nach ist es am Besten von Brooklyn nach Manhattan zu laufen. Die Skyline taucht Stück für Stück auf, der Verkehr rast unter einem Hinweg und man kann den East River und die Manhattan Bridge anschauen. Nach diesem Marsch waren wir so richtig platt und es folgte ein Abstecher in den Food Court des Grand Central Terminal um einen Taco zu essen. Noch schnell einen Blick auf das Chrysler Building werfen, das sich leider ziemlich gut im Stadtbild versteckt, um sich dann für wieder ganz teures Geld einen Obstsalat zu gönnen. Die Vitamine fehlen einem bei dem ganzen Fast Food wirklich! Um mich zu beruhigen bummelte ich etwas durch den H&M und stellte zufrieden fest, dass ich mich auch hier schnell zurechtfinde. Heute wollten wir uns dann eher schonen um am nächsten Tag voll durchzustarten.

Wir haben Halbzeit in New York und ihr habt wirklich tapfer durchgehalten! Der Freitag bietet sich perfekt als Break an und ihr könnt neben dem Travel Diary #2 schon auf einen Bildreichen und dafür Wortarmen Beitrag zu meinem Fotokurs in SoHo freuen.

to be continued….

6 Kommentare

  1. Hach – jetzt habe ich auch wieder ganz große NYC-Sehnsucht bekommen. Tolle Bilder und ich freue mich schon sehr auf den Bericht zum Fotokurs!

    • New York muss man wirklich einmal gesehen haben! Keine Stadt hat mich bisher so nachhaltig beeindruckt 🙂

  2. Wow, sieht toll aus! Und irgendwie hab ich jetzt total Appetit auf nen vernünftigen Burger :D. Danke für Deine Tipps! Wenn ich es irgendwann mal nach New York schaffe (was ich hoffe), werden die sich als höchst hilfreich erweisen. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.