Key West – Welcome to Conch Republic!

Im Voraus hatten wir uns über Key West viele schöne Dinge erzählen lassen. Die Architektur dieser ganz besonderen Inselstadt mit dem Southernmost Point, dem berühmten Mallory Suqare und dem Haus von Ernst Hemingway ist wirklich sehenswert! Key West liegt ca. 145 km nördlich von Kuba, hat ein angenehm warmes Klima und ist bekannt für seine pastellfarbenen Häuser im Conch-Stil. Wir hatten uns im 24 North Motel ein Zimmer gebucht und können es ehrlich empfehlen! Es liegt gut zu erreichen im Norden von Key West und direkt am Meer. Vom Hotel fährt ein kostenloser Shuttle direkt zum Mallory Square, dem Dreh und Angelpunkt der Stadt. Von hier erreicht man einfach alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß. Oldtown, der Historic Harbour und die berühmte Duval Street, auf der sich Restaurants und Bars aneinander reihen. Hier tobt das Party Leben. Schon am morgen gehört ein Bier oder ein Cocktail zum guten Ton. Die Touristen lassen es krachen und die Stimmung ist sehr ausgelassen. Nachdem wir im 24 North Motel unser wunderschönes Zimmer bezogen haben fuhren wir mit dem Shuttle in die Stadt und besuchten das Fisherman’s Cafe, schlenderten durch Oldtown, besuchten die Sunset Celebration am Mallory Suqare und fielen Abends nach einer heißen Dusche sehr glücklich in unser bequemes Kingsize Bett. Heißer Tipp, wählt immer ein Kingsize Bett. Die Hotel- und Motelzimmer sind meistens alle gleich groß. Wenn dann in einem Zimmer aber zwei Betten stehen anstelle von einem verliert ihr wertvollen Platz!

Oldtown

Unseren Tag in Key West begannen wir sehr amerikanisch mit Pancakes und ein Cuban Sandwich zum Frühstück im Sandy’s Cafe. Wir waren an einem kleinen Take Away Schalter von Sandy’s Cafe, der direkt an einen Waschsalon grenzte und von sehr vielen Einheimischen besucht wurde, was uns ehrlich freute. Wenn die Locals hier essen, dann muss es gut sein! Die Pancakes waren ein echter Traum! Anschließend fuhren wir mit unserem Auto zurück zum Hotel, ich kaufte mir noch einen Kaffee bei Starbucks und wir führen mit dem Shuttle Bus zum Mallory Suqare. Diesen Service vom Hotel fand ich richtig klasse! So ersparte er uns doch das nervige Suchen von Parkplätzen und teure Gebühren. Ab dem Mallory Suqare streiften wir durch die leeren Straßen von Old Tow, deren Bereich die gesamte westliche Hälfte der Inseln mit Ausnahme des Historic Seaport und Upper Duval umfasst. In Ruhe konnten wir uns den berühmten Sailor Kiss anschauen und uns auf den Weg zum Southernmost Point die gesamte Duval Street ablaufen. Hier ging es ebenfalls ziemlich gemütlich zu. Viele Restaurant sind in den alten Häusern untergebracht und man sollte sich Zeit lassen, die Architektur und die liebevollen Details zu betrachten. Am Southernmost Point angekommen entschieden wir uns gegen die Warteschlange an diesem heiß begehrten Fotomotiv. Mit Geduld konnte ich ein Foto ohne Menschen machen und wir gingen weiter zum Ernst Hemingway House und dem gegenüberliegenden Lighthouse. Von diesem Leuchtturm hat man einen schönen Blick über die Stadt. Leider waren auch hier sehr viele Touristen unterwegs und wir wollten unsere Zeit nicht mit Anstehen verbringen. Als grobes Ziel liefen wir am Meer entlang in Richtung Historic Harbour, machten einen Abstecher bei Harry S. Trumman litte White House und durchquerten so einige Wohngebiete, die abseits der Touristen Route lagen. Ein Blick in die Gärten der Locals inklusive. In den menschenleeren Straßen konnten wir richtig durchatmen und träumten von einem kleinen, pastellfarbenen Häuschen am Meer mit Palmen und tropischem Klima.

Southernmost Point

Sailor Kiss

Überall in Key West werden euch freilaufende Hähne und Hühner begegnen. Sie sind schon ein Markenzeichen und gehören einfach zum Stadtbild. Die Hähne und Hühner stehen unter Schutz und es drohen sehr hohe Geldstrafen, sollte man einen überfahren oder anderweitig verletzten.

Ernst Hemingway House

Historic Harbour

Island Bowl mit Reis und Fisch @ Fischermans Cafe

In Key West gibt es zahlreiche Restaurant und viele bieten frischen Fisch an. Bei der Auswahl fällt es gar nicht so leicht, sich für eines davon zu entscheiden. Wir sind gegen Abend recht lange herumgelaufen und haben immer wieder mit TripAdvisor nach einem passenden Angebot gesucht. Die Entscheidungsfreude war nicht sehr groß und eigentlich wusste ich schon längst, dass ich noch einmal eine Island Bowl mit Reis und Fisch im Fischermans Cafe essen möchte. Der Fisch schmeckte super frisch und ich war hin und weg von der Zusammenstellung mit Bohnen, Mais und Avocado. Das Team überbrückte unsere Wartezeit mit Smalltalk und übten sich in der deutschen Sprache. Nach dem super leckeren Essen gingen wir rüber zum Sunset Pier und setzten uns für den Sonnenuntergang mit einem Corona auf die Terasse. Jeden Abend findet am Mallory Suqare die Sunset Celebration statt und an unserem letzten Abend lagen zwei Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Vom Sunset Pier bot sich uns ein wundervoller Blick auf das Meer und die vielen Segelschiffe im Sonnenuntergang. Wer Lust hat, diesen auf dem Wasser zu erleben, der findet ein großes Angebot an Bootstouren, die ca. eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang vom Hafen ablegen.

Duval Street

24 North Motel

Sunset Celebration am Mallory Suqare

Key West ist ein wunderschöner und liberaler Ort, an dem man eine gute Zeit haben kann und viel erlebt. Auf uns wirkte es stellenweise etwas gekünstelt, da gerade an den touristischen Orten besonders darauf geachtet wird, dem Conch-Stil und den pastellfarbenen Häusern treu zu bleiben. Dadurch entstand bei uns der Eindruck, dass es sich eher um einen Themenpark als einen alten Marine Stützpunkt handelt. Auf mich wirkte das Treiben auf der Duval Street zum Teil leider sehr geschmacklos. Amerikanische Touristen lassen hier die Sau raus und sind dabei gewohnt laut und schrill. Auch von den Kreuzfahrtschiffen trafen wir auf ein paar Touristen, leicht zu erkennen an ihrer Kleidung und dem Ausweis um den Hals. Wenn man etwas abseits unterwegs ist, dann lernt man das echte Key West kennen und das ist mindestens genauso schön, wenn nicht sogar noch sehenswerter. Wir haben den Bereich um die Duval Street und den Mallory Suqare eher vermieden und reichlich schöne Ecken gefunden, die sehr sehenswert waren. Kleine Häuser, verspielte Details und wunderschöne Veranda mit Pflanzen und allerlei Dekoration. Wer möchte nicht im Schaukelstuhl dort sitzen und dem Leben zuschauen? Den typischen Key Lime Pie habe ich nicht gegessen. Schon in Miami habe ich einen versucht und der künstliche Geschmack sagte mir gar nicht zu. Ausgelassen haben wir auch ein paar der nahe gelegenen Strände. Für unseren Aufenthalt hatten wir dafür leider nicht so viel Zeit den es ging am Dienstag bereits wieder auf den Overseas Highway um über die Alligator Alley nach Naples zu fahren.

Folgt mir auf unsere Reise durch Florida:
Die Wynwood Walls im Miami
Miami South Beach und Art Deco Historic District
Der Overseas Highway und Sombrero Beach
Key West – Welcome to Conch Republic!

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