Im Schnee mit Bikerjacke und Beanie

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten und wir konnten uns schon über ein paar Schneeflocken freuen. Mein Herz schlägt immer höher, wenn die ganze Welt weiß ist und es so richtig schön eiskalt wird. Ich liebe diese besondere Luft und das irgendwie Ruhe einkehrt. Man kann es sich zu Hause schön gemütlich machen, während es draußen schneit und dann raus gehen um etwas durch den Schnee zu laufen. Natürlich lässt sich ein Winter bei uns nicht wirklich mit dem Schneeparadies in den Bergen vergleichen. Dort ist bleibt der Schnee nicht nur länger liegen sondern durch die kalten Temperaturen wird er nicht gleich zu einem fiesen Schneematsch. Das vergangene Wochenende durfte ich mit Kollegen in der Nähe von Nauders verbringen. Neben Schöneben haben wir auch die Skipisten von Nauders unsicher gemacht. Mich durchfuhr bei dem ersten Blick auf die verschneiten Berge ein heftiges Glücksgefühl. Als wir uns morgens für den Berg fertig gemacht haben konnte ich es kaum abwarten und die erste Fahrt mit der Gondel machte mich unruhig. Als ich dann endlich mein Board unter den Füßen hatte war ich von Kopf bis Fuß voller Glück den nur wenig fühlt sich für mich so wundervoll an. Der Schnee, der kalte Wind im Gesicht, das Geräusch wenn meine Kante über den Schnee gleitet und dann eine menschenleere Piste hinunter sausen.

Jacke, Hose und Pullover – H&M || Schuhe – Nike Air || Beanie – Neff

Mit unseren Eltern waren wir früher regelmäßig im Skiurlaub und ich konnte daher oft in den Genuss kommen, durch eine Schneelandschaft zu sausen. Anschließend bin ich mit Ski Clubs oder bei verschiedenen Busreisen mitgefahren um ein paar Tage im Schnee zu verbringen. Mittlerweile klappt es leider nicht mehr so häufig für mich und es ist auch gar nicht so einfach eine Gruppe zu finden, bei der alle auf einem ähnlichen Level unterwegs sind und die Geschwindigkeit zusammen passt. Meist sind wir Snowboarder auch langsamer unterwegs als Skifahrer. Umso cooler fand ich es, dass die Chemie mit Kathy direkt gestimmt hat. Sie fährt Ski und hat vor ein paar Jahren damit angefangen. Dafür fährt sie schon verdammt gut! Ich selbst liebe es einfach mit dem Board über die Piste zu cruisen und suche dabei nicht unbedingt den neusten Geschwindigkeitsrekord. Je schneller man fährt, desto schneller muss man reagieren und sein Board immer unter Kontrolle halten. Dafür bräuchte ich um einiges mehr Übung und müsste viel öfters Snowboarden gehen. Für mich ist es schon das große Glück, wenn ich mal große und kleine Kurven in den Schnee zu ziehen oder die perfekte Linie mit gleichmäßigen Schwüngen fahren kann. In Schöneben hat mir das snowboarden daher auch verdammt viel Spaß gemacht. Für Kathy und mich waren die Pisten absolut perfekt, die Talabfahrt einfach wunderschön und die heiße Schokolade ein Traum!

Vor schwarzen Pisten habe ich unglaublichen Respekt und würde mir keine davon aussuchen. Wie wir gelernt haben, ist das mit der Farbe aber auch Auslegungssache. Für das Bärchen sind alle Pisten blau und so entführte er Kathy und mich kurzerhand auf die schwarzen Pisten. Wir haben überlebt aber beide ziemlich geschwitzt auf der Fahrt nach unten. Aber manchmal heißt es einfach, Augen zu und durch! Runter kommt man schließlich immer, irgendwie…. Viel lieber fahre ich gemütlich auf blauen oder roten den Berg hinunter und lege immer mal wieder eine kleine Pause ein um den Blick ins Tal und auf die Berge schweifen zu lassen. Es ist für mich wirklich eine Seltenheit in einem Skigebiet zu sein und ich sauge dann alles auf. Mir persönlich gefallen die kleineren Gebiete wie das Schnalstal, Schöneben oder Nauders super gut! Für jedes Level sind Pisten geboten, man kann wunderschöne Talabfahrten machen, die Preise sind noch nicht überzogen, die Pisten meist menschenleer und für die Après-Ski Party ist auch gesorgt. Vielleicht klappt es ja bald noch einmal mit einem Wochenende im Schnee. Kathy hat bestimmt auch Lust! Über die letzten Jahre habe ich mir nach und nach eine gute Ausrüstung zugelegt und bin für so gut wie jedes Wetter gerüstet. Schließlich wird man nicht immer nur mit Sonnenschein verwöhnt sondern kommt auch mal in einen eiskalten Wind oder leichten Schneefall.

Für den Winter in den heimischen Gefilden braucht es keine Funktionsunterwäsche, Sturmhaube oder dicke Snowboard Jacke. Bei uns wird es nur sehr selten richtig kalt und mit einem kuschligen Schal, Handschuhen und warmen Schuhen lässt sich der Winter bei uns eigentlich immer gut aushalten. Zumeist sind wir ja sowieso eher in geschlossenen Räumen und nur wenig draußen unterwegs. Hier sind ja leider keine Berge in der Nähe, die man unsicher machen kann. Zum weihnachtlichen Blogger Frühstück habe ich mich mit einem dicken Pullover von H&M und einer Bikerjacke hinausgewagt und konnte es trotz Schnee draußen ziemlich gut aushalten. Die schöne Kulisse der Stadt, der fallende Schnee und die menschenleeren Straßen als Hintergrund zu einem kuscheligen Outfit wollten sich Nadine und ich schließlich nicht entgehen lassen und haben den Vormittag genutzt, um Outfit Fotos zu machen. Ich finde wir haben eine super Fotostrecke vom Winter in der Stadt eingefangen. Noch mehr würde es mich natürlich reizen, mit der Kamera in den verschneiten Bergen unterwegs zu sein. Wenn sich diese Kulisse dann noch in einem glasklaren Bergsee spiegelt wäre das die absolute Krönung! Während der Busfahrt zum Reschenpass konnte ich ein paar solcher Ausblicke erhaschen und mein Herz schlug gleich bis zum Hals!

Es wäre wirklich schön, wenn wir uns über weiße Weihnachten freuen könnten und der Schnee noch eine weile die Welt in eine weiße Landschaft verwandelt. Dann schmecken Glühwein und Raclette auch um einiges besser. Ich freue mich auf die kommenden Feiertage. Wir werden es uns gemütlich machen, Ruhe einkehren lassen und Kraft tanken. Dieser Winter hat seine ganz besonderen und schönen Seiten, die ich zum Glück mit allen Sinnen genießen kann.

Habt ihr die Schneelandschaft auch schon erkundet?

1 Kommentare

  1. richtig schönes Outfit! Ich mag deinen lässigen Style. <3
    So eine Schneelandschaft hat wirklich was für sich! Aber gerade in der Stadt habe ich so schönen Schnee schon lange nicht mehr gesehen.
    Das mit dem Wintersport finde ich auch voll schade, dass man dazu immer weniger kommt. Seit ich in Wien lebe war ich nur einmal wieder Skifahren. Wenn der nächste Berg 3 Stunden entfernt ist und so ein Skipass auch jedes Jahr teurer wird, überlegt man es sich gleich zwei Mal ob man im Winter weg fahren soll.

    Alles Liebe,
    Mira

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