Fasching mit de Härschsäck und wie ich diesen Wahnsinn überlebe

Zumindest der zweite Satzteil lässt mich immer wieder staunen. An sich ist Fasching ganz gut zu überstehen, wenn man nicht zu viel Alkohol trinkt, immer mal wieder ein Wasser oder ein Fanta dazwischen mischt und sich ausreichend von Wurschdweck ernährt. Richtig hart wird es aber, wenn man sich schon um halb elf auf dem Faschingswagen wieder findet und die Fahrtzeit mit Bier überbrückt. Dann bin selbst ich überrascht, das zu überleben, auch wenn die Abendplanung dann mal gemütlich endet. Was jeder zu den Getränken noch unbedingt einpacken sollte? Neben Tempos und Geld sind ganz entscheidend energiegeladene Freunde, mit denen man lange durchhält und die sich gegenseitig immer wieder beim feiern anfeuern! Seit letztem Jahr wurden wir im Kreise der Handballer aufgenommen, die uns gleich Asyl auf dem Faschingswagen angeboten haben. Ich weine zwar noch immer bitterlich um meinen Maxauer Faschingsumzug aber mit den Jungs ist es einfach ein Fest und das Leben auf dem Umzugswagen immer wieder ein Erlebnis. Dieses Jahr haben wir die Bananen gegen Säcke eingetauscht und kein Wortspiel ausgelassen.

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Jeder Sack ein anderer und meiner bunt, Altkleider- oder besser doch Lumpensack!

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Fasching habe ich mit Verspätung begonnen, also erst am Samstag und nicht schon Donnerstag, herzlichen Dank noch mal an die liebevolle Erkältung, du bist ein altes Dreckstück! Natürlich war es mir dann umso wichtiger, die kommenden Tage komplett ausnutzen zu können und das ist wunderbar geglückt! Bei Kaiserwetter startete die Faschingsrunde mit dem ersten Umzug. Voller Kraft und gänzlich ausgeruht wurde es Recht feierwütig und die Anzahl der Säcke hatte sich Sonntag merklich reduziert. Aber am Montag waren dann wieder alle Man(n) an Board und gaben so zum Abschluss noch mal alles.

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Wir relaxen auch mal, vor dem Umzug und danach auf dem selbst mitgebrachten Sofa

Für mich heißt Fasching nicht nur saufen sondern feiern, mit Freunden eine gute Zeit haben und sich verkleiden. Dazu muss ich dann auch echt nicht dauerbesoffen sein sondern trinke ein paar Bierchen über den Tag und vielleicht mal abends noch etwas Havanna. Unser Tag startet schließlich selten nach 10 oder 11 Uhr am Morgen mit dem Treffpunkt und der Fahrt zum nächsten Umzug. Dort trifft man dann so allerhand Menschen und sieht immer wieder unfassbar gut gemachte Kostüme und Wägen. Leider auch genau die Schattenseiten, die vielen das Fest einfach unerträglich machen, die Schnapsleichen. Umso toller dann die Momente wenn alle gemeinsam zu Liedern von Prodigy oder K.I.Z. abgehen. Unser erstes Lied beim loslaufen? Wir ticken nicht ganz sauber

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Buttons sammeln und tauschen ist Umzugsalltag

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So schaut’s dann auch mal im Wagen aus

Den Dienstag habe ich hart überlegt, ob ich nicht doch noch auf den heimischen Umzug gehen soll, immerhin wurde ich sehr geehrt, als die Herren einstimmig beschlossen, wenn eine für den vierten Umzugstag auf der Matte stehen würde, dann „die Chrissy!“. Und das sagen mehr als trinkfeste Handballer! Ich bin halt äh echtes Pfälzamädel! Am Ende war die Müdigkeit dann doch größer und das Sofa so weich. Nach einem Frühstück und der neuen Folge The Walking Dead waren wir dann im Gemütlichkeitsmodus angekommen.

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Härschsäck in Action

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Der Abschluss auf dem Festplatz, dieses Foto verdanke ich zwei ganz großen Männern, die mich kurzerhand auf ihren Schultern aufgebockt haben um mir beim fotografieren zu helfen. Natürlich gab es dafür noch eine Runde Bier von mir! Mir bleibt jetzt nur zu sagen, danke Fasching, danke Härschsäck, danke Wettergott, danke Leber und bis nächstes Jahr!
Der Lumpensack verbeugt sich vor allen, die mir bunte Tage beschert haben und freut sich jetzt schon wie ein kleines Kind auf die nächste Runde.

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1 Kommentare

  1. Ich habs dieses Jahr ja nicht geschafft in die Heimat zu fahren und Fasching zu fahren und in Hamburg.. tja.. die Norddeutschen haben da halt keinen Sinn für.. Dafür nächstes Jahr doppelt so doll!!

    Klasse dass du deinen Spaß hattest :-*

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